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Unterstützung von regelmäßigen Treffen der 37 Priester aus der Diözese Multan

Februar 2019
Asien Theologische Ausbildung

Priester in Pakistan zu sein, ist eine schwere Aufgabe. Die meisten Priester haben riesige Gebiete zu betreuen. Die Bedrohung durch Extremisten nimmt weiter zu. Christen werden Opfer von Gewalt und falschen Blasphemievorwürfen, aber auch im normalen Alltag sind sie zahlreichen Anfeindungen und Diskriminierungen ausgesetzt. Die meisten von ihnen stehen auf der untersten Stufe der Gesellschaft. Von den Priestern erwarten sie nicht nur seelsorgliche und geistliche Hilfe, sondern die Priester werden in jeder Not um Hilfe gebeten. Stirbt ein Landarbeiter, der als Leibeigener für einen Großgrundbesitzer gearbeitet hat, so steht oft die Witwe mit ihren Kindern plötzlich auf der Straße, weil der „Landlord“ sie davongejagt hat. Natürlich bittet sie den Priester um Hilfe, ebenso wie die Eltern von kranken Kindern, die Opfer von gewaltsamen Übergriffen und alle anderen Verzweifelten und Notleidenden.

Dabei leben die Priester selbst in ständiger Anspannung. Die meisten von ihnen haben selbst bereits Drohanrufe und schriftliche Drohungen erhalten, und sogar Bischöfe erhalten Briefe, in denen sie aufgefordert werden, zum Islam überzutreten. Fast alle bestätigen zudem, dass ihre Telefone abgehört werden und dass sie merkwürdige Anrufe bekommen, in denen beispielsweise jemand vorgibt, ein Moslem zu sein, der zum Christentum übertreten möchte. Sagt der Priester dann ein falsches Wort, kann er große Probleme bekommen.

Angesichts dieser schwierigen Situation ist es wichtig, dass die Priester sich in regelmäßigen Abständen treffen und den Geist der Brüderlichkeit untereinander stärken, sich austausche, sich theologisch weiterbilden und sich geistig stärken.

In der Diözese Multan sind 18 Diözesan- und 19 Ordenspriester tätig. Weite Teile der Diözese liegen in Wüstengebieten. Auf dem Territorium gibt es zahlreiche Terrorcamps. Der mittlerweile verstorbene Vorgänger des heutigen Bischofs überlebte 1996 einen Mordanschlag in einer Kirche seiner Diözese. Die Katholische Kirche betreut aber nicht nur ihre Gläubigen seelsorglich, sondern sie leistet auch humanitäre Hilfe in Gebieten, in die sich die Regierung aufgrund der Gefahren nicht hineintraut. Dafür sind auch viele Muslime sehr dankbar, und oft bitten sie die Priester um ihr Gebet.

Einmal im Jahr kommen die Priester zu gemeinsamen Exerzitien zusammen. Zudem gibt es auch monatliche Treffen. Durch ihre brüderliche Gemeinschaft werden sie gestärkt und erhalten neue Impulse für ihr eigenes geistliches Leben erhalten. So können sie mit frischer Kraft in ihre Gemeinden zurückkehren.
Wir helfen auch in diesem Jahr wieder mit 8.000 Euro, damit die 37 Priester an diesen Treffen teilnehmen können. Das ist ein Zuschuss von rund 216 Euro pro Priester für seine Fahrtkosten, seine Unterbringung und Verpflegung.

Spendennummer: 328-08-49

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