Jetzt spenden!

DANKE: Weiterbildungsveranstaltung für Priester in der Diözese Bouar

August 2019
Afrika Theologische Ausbildung

Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 3.000 Euro gespendet haben, konnten im März fast 40 Diözesan- und Ordenspriester in der Diözese Bouar an einer Fortbildung teilnehmen. Gerade weil das Land unter Gewalt und extremen Problemen leidet, ist es wichtig, die Priester zu stärken, denn sie sind oft die einzigen, die den Menschen dabei helfen können, die Hoffnung nicht zu verlieren.

Auf dem Programm standen wichtige Themen aus der Seelsorge wie beispielsweise die Ehevorbereitung und der Umgang mit ungültig geschlossenen Ehen, insgesamt die Vorbereitung auf die Sakramente, die Taufe von Erwachsenen und die Rolle von Katecheten in den abgelegenen kleinen Dörfern. Die Priester reflektierten auch über ihre eigene Berufung und die Bedeutung des Priestertums. Außerdem konnten sie sich zu praktischen Themen wie Buchhaltung, Verwaltung, Registratur fortbilden, die in einer Pfarre oder Institution notwendig und verpflichtend sind, auf die viele Priester aber nur unzureichend vorbereitet sind, wenn sie einen Posten übernehmen, der diese Kenntnisse erfordert.

Die Priester der Diözese haben von diesen Tagen des Austauschs und der Weiterbildung sehr profitiert, und sie danken allen Wohltätern, die dies ermöglicht haben.

Leider passierte nach diesen schönen und anregenden Tagen etwas Schreckliches: Der 47jährige Kapuzinerpater Toussaint Zoumalde, der einen Vortrag über das Priestertum und die Berufung des Priesters gehalten hatte, wurde auf dem Heimweg ermordet. Der Priester, der selbst aus der Diözese Bouar stammte, aber als Provinzoberer seines Ordens im Tschad tätig war, hatte auf der Durchreise in Ngaoundere in Kamerun übernachten wollen, als er von Unbekannten mit Messerstichen getötet wurde. Er war ein gebildeter Priester gewesen, der in Rom studiert hatte und selbst in der Priesterausbildung tätig gewesen war. Er wird beschrieben als vielseitig begabter und feiner Mensch mit einer tiefen Seele und einer großen Liebe zur Kirche und besonders zum Priestertum. Er schrieb Lieder und Gedichte, fand leicht Zugang zur der Jugend, der er das Evangelium nahebrachte, und war in Bouar für das katholische Radio verantwortlich gewesen. Im Tschad leitete er neben seinen vielen anderen Aufgaben ein Museum der Kultur der Volksgruppe der Mboum. Im Nachruf der Kapuziner hieß es: „Die feige Hand des Mörders wusste, als er ihn in der Nacht des 19. März ermordete, nichts von der Schönheit und Eleganz des Br. Toussaint, dieses Priesters, der reich war an den Feinheiten des Evangeliums und der Schönheit der Priesterweihe.“

Wenige Tage nach dem Treffen der Priester in Bouar, bei dem Toussaint Zoumalde seinen Mitbrüdern noch inspirierende und tiefe Gedanken über das Priestertum mit auf den Weg gegeben hatte, trugen seine Mitbrüder unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und der gesamten Kirche in der Diözese seinen Leichnam zu Grabe. Was er bei dem Priestertreffen gesagt hatte, war somit zugleich sein Vermächtnis.

Spendennummer: 142-01-79

Der Chefkoch von Venezuela

Tony Pereira ist  ein angesehener Chefkoch. Er lebt in Venezuela. Der 51-jährige Absolvent mehrerer renommierter Gastronomie-Akademien hat in seiner Heimat in mehreren Fünf-Sterne-Hotels gearbeitet. Er muss um sieben Uhr bei der Arbeit sein, doch Tony steht jeden Tag bereits um vier Uhr morgens auf. Während die Stadt noch schläft, fährt er mit seinem alten Motorrad in...

» weiterlesen

Syrien: Der Anfang vom Ende?

Türkei-Offensive bringt Christen und andere Minderheiten an den Rand der Auslöschung. „Es war nicht klug, den Truppenabzug einzuleiten. Es war klar, dass den Kurden niemand helfen würde. Jetzt werden sie alles verlieren, wie es bereits in Afrin geschehen ist.“ Jacques Behnan Hindo, der emeritierte syrisch-katholische Erzbischof von Hassaké-Nisibi, macht sich im...

» weiterlesen