Jetzt spenden!

Hilfe für die Renovierung der katholischen Pfarrkirche in Magadan

August 2019
Europa Bauhilfe

Die ostsibirische Stadt Magadan wurde 1929 als Arbeitslager errichtet. Sie war zu sowjetischer Zeit der Hauptort des Lagersystems von Kolyma und die Eingangspforte für Hunderttausende Verbannte. Bis 1991 war die Gegend militärisches Sperrgebiet. Heute hat Magadan rund 96.000 Einwohner. DIe Luftlinie zwischen Magadan und Moskau beträgt rund 6.000 Kilometer. Der Zeitunterschied beträgt acht Stunden!

Die katholische Pfarre Christi Geburt von Magadan wurde 1990 noch vor dem Ende der Sowjetunion gegründet. Sie war eine der ersten katholischen Pfarren im Fernen Osten Russlands. Anfangs trafen sich die Gläubigen in einer Privatwohnung. 2002 wurde die Pfarrkirche fertiggestellt.

Seit 1994 ist der aus Alaska stammende Pater Michael Shields aus dem Orden der Herz-Jesu-Brüder Pfarrer der überaus aktiven Gemeinde. Es gibt Katechesen für alle Altersstufen, besonders für Kinder und Jugendliche, die die Zukunft der Kirche sind. Die Kinder verbringen viel Zeit in der Kirche, da das Klima rau und streng ist und sie nicht viel draußen spielen können. Polnische Ordensschwestern von der Kongregation der Göttlichen Barmherzigkeit betreuen Kinder- und Jugendgruppen und veranstalten in allen Schulferien religiöse Ferienlager für Kinder, sogenannte „Ferien mit Gott“. Außerdem gibt es eine starke Gebetsgruppe, die sich vor allem zum Rosenkranzgebet versammelt.

Pater Michael rief außerdem ein Programm ins Leben, um schwangeren Frauen und Mädchen in Konfliktsituationen dabei zu helfen, ihr Baby zu behalten und es nicht abzutreiben. Mehr als 100 Kinder konnten auf diese Weise bis heute gerettet werden. Es werden auch Frauen betreut, die ihr Kind abgetrieben haben und nun innere Heilung und Versöhnung suchen. Die Frauen kommen sogar aus anderen Städten, um sich helfen zu lassen. Außerdem werden Menschen mit Suchtproblemen seelsorglich und therapeutisch betreut, vor allem Drogen- und Alkoholabhängige. Vielen der ehemaligen Suchtkranken sind inzwischen zu aktiven Gemeindemitgliedern geworden.

Pater Michael betreut auch ehemalige Gulag-Häftlinge und hat in russischer Sprache ein Buch mit ihren Lebenszeugnissen herausgegeben. Viele dieser inzwischen hochbetagten Menschen haben zum ersten Mal über ihr Schicksal gesprochen. Auch ihre Familien wussten oft fast nichts darüber.

Nach fast 20 Jahren sind nun in der Pfarrkirche Christi Geburt einige Renovierungsarbeiten fällig. KIRCHE IN NOT hat versprochen, mit 30.000 Euro zu helfen.

Spendennummer: 427-01-19

Syrien: Katholischer Priester erschossen - Mutmaßlich gezielter Überfall durch Kämpfer des IS

Bei einem bewaffneten und vermutlich gezielten Überfall auf ein Auto eines Priesters sind am vergangenen Montag in Syrien der Geistliche und dessen mitgereister Vater getötet worden. Ein weiterer Mitfahrer wurde verletzt, einem vierten Insassen gelang die Flucht. Wie der armenisch-katholische Erzbischof von Aleppo, Boutros Marayati, gegenüber dem internationalen Hilfswerk...

» weiterlesen

„Kirche in Not“ veröffentlicht neuen Bericht zur Christenverfolgung

Der Countdown bis zum Ende des Christentums in Teilen des Nahen Osten tickt immer lauter – und kann nur gestoppt werden, wenn die internationale Gemeinschaft jetzt handelt. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Bericht „Verfolgt und vergessen?“ von „Kirche in Not“. Er wurde vom britischen Nationalbüro des weltweiten päpstlichen Hilfswerks erstellt und liegt nun...

» weiterlesen