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Weiterbildungsprogramm für Schwestern, die von Dorf zu Dorf ziehen und dort Seelsorgearbeit leisten

April 2009
Asien Theologische Ausbildung

Die Schwestern besuchen die Gläubigen in den Dörfern.

Oft sagt man, die Kirche müsse zu den Menschen gehen. In der Diözese Bongaigaon in Assam im Nordosten Indiens setzen Ordensfrauen dies ganz konkret in die Tat um. Sie werden daher „Village touring sisters“ genannt – „Schwestern, die durch die Dörfer ziehen“. Sie gehen von einem Dorf zum anderen, bleiben, solange es erforderlich ist, unterrichten die Kinder im Katechismus, widmen sich der Jugend, bereiten junge Paare auf die Ehe vor, haben ein offenes Ohr für die Nöte und die Freuden der Menschen, besuchen sie in ihren Häusern und beten gemeinsam mit ihnen, unterstützen die Frauen und leisten oft auch wertvolle Entwicklungshilfe. Denn die Bewohner der Region sind sehr arm und gehören verschiedenen benachteiligten ethnischen Minderheiten an.
Die erst im Jahre 2000 errichtete Diözese Bongaigon besteht aus 25 Pfarreien. In jeder von ihnen gibt es zwei Ordensfrauen, die die Dörfer besuchen. Von 5,5 Millionen Einwohnern sind bislang nur 64.000 katholisch, aber die Zahl steigt stetig an. Die Leute in den Dörfern nehmen die Frohe Botschaft freudig auf.
Der beste Weg der Evangelisierung ist es, direkt zu den Menschen zu gehen und mit ihnen über den Glauben zu sprechen, weiß der Bischof der jungen Diözese, Thomas Pulloppillil.
Bischof Pulloppillil ist sehr darum bemüht, in möglichst vielen Dörfern Kapellen zu errichten, die Seelsorge zu stärken und ein lebendiges Glaubensleben zu fördern. Die Arbeit der Ordensfrauen ist dabei besonders wertvoll, aber er weiß auch, dass es notwendig ist, dass die Schwestern sich weiterbilden und neue Methoden der Evangelisierung und der Pastoral kennen lernen, um den Herausforderungen, vor denen sie in diesem multiethnischen Umfeld stehen, besser begegnen zu können. So möchte er Trainingsprogramme für die 50 Ordensfrauen seiner Diözese anbieten. Er schreibt uns: „Ich bin sicher, die katholischen Gemeinden werden durch den aktiven missionarischen Eifer unserer wandernden Schwestern außerordentlich von diesem Programm profitieren. Die Anwesenheit und der Einsatz der ausgebildeten Schwestern wird unsere missionarischen Aktivitäten voran treiben. Wir bitten Euch um Euer Gebet für unsere Diözese, damit wir die Verkündigung der heilbringenden Botschaft Gottes mit größerer Kraft und Begeisterung fortsetzen können.“
Wir haben ihm für das Programm, das sich über drei Jahre hinziehen soll, 8.000 Euro versprochen.
Spendennummer: 317-05-70 (Ihre Spende kommt diesem oder ähnlichen Projekten zugute)

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