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Ausbildungsbeihilfe für 37 Ordensoberinnen in der Krisenregion Kivu

Mai 2009
Afrika Theologische Ausbildung
Vergewaltigungen, Entführungen, Morde und Kinderhandel – das ist die traurige Realität, mit der die Menschen in der Kivu-Region im Osten der Demokratischen Republik Kongo konfrontiert sind. Immer wieder wird die Region von Kriegshandlungen heimgesucht, die Menschen sind verarmt, viele sind obdachlos, die Kinder können keine Schule besuchen. Allein in der kleinen Stadt Goma gibt es sechs Flüchtlingslager. 1,5 Mio. Menschen sind geflohen. In den Lagern herrscht Hunger und eine katastrophale sanitäre Situation.

Die Flüchtlinge in der Kivu-Region leben unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Die Kirche will dies nicht tatenlos hinnehmen. „Wir wollen die Jugend retten, die ausgelöscht zu werden droht, und anstelle derer, die keine Stimme haben, lauter schreien, damit unser Volk erfährt, dass es aus der Misere heraus ein Leben gibt und nicht nur Gewalt“, das schreibt uns Schwester Espérance Hamuli, die Oberin der Ursulinen und Vorsitzende der USUMA, der Vereinigung der Ordensoberinnen, in der Kivu Region. Ihr Name ist Programm – Espérance bedeutet auf Deutsch „Hoffnung“. „Wir können angesichts dieser Welle der Not nicht unempfindlich und untätig bleiben“, fügt die Schwester hinzu. Die 37 Oberinnen der in der Region tätigen Orden wollen erreichen, dass sich die Ordensfrauen noch gezielter für die notleidende Bevölkerung einsetzen können. Dafür müssen sie selbst sich fortbilden, denn bei einem derartigen Ausmaß der Not genügt der gute Wille allein nicht, sondern das Engagement muss gut geplant werden, und die Oberinnen der einzelnen Gemeinschaften brauchen die Möglichkeit, sich miteinander abzusprechen und auszutauschen. So ist die Union der Ordensoberinnen im vergangenen November mit einem gemeinsamen dramatischen Friedens-Appell an die Öffentlichkeit gegangen. Nur, wenn sie mit vereinten Kräften arbeiten und mit einer gemeinsamen lauten Stimme sprechen, haben sie die Chance, wirklich etwas zu bewirken und ihrem Volk Hoffnung zu geben. „Kirche in Not“ möchte den Ordensoberinnen in der Kivu-Regionen dabei helfen, unermüdlich und gezielt für den Frieden und die Menschenwürde einzutreten, die Jugend zu retten und den Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, zur Seite zu stehen. Für den Fortbildungskurs haben wir 2.400 Euro versprochen.

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