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Existenzhilfe für 70 Ordensschwestern und 3 Ordensbrüder im Erzbistum Astana

Mai 2009
Asien Existenzhilfe
Als Papst Johannes Paul II. 2001 nach Kasachstan reiste, erinnerte er an die Zeiten unvorstellbarer Glaubensverfolgung: „Die langen Jahre der kommunistischen Diktatur, in denen so viele Gläubige in die hier errichteten Gulags deportiert wurden, haben Leiden und Trauer mit sich gebracht. Wie viele Priester, Ordensleute und Laien haben ihre Treue zu Christus mit unerhörten Leiden und auch mit dem Opfer ihres Lebens bezahlt! Der Herr hat das Gebet dieser Märtyrer erhört, deren Blut die Erdschollen eures Landes getränkt hat. Wieder einmal war »das Blut der Christen ein Same« (vgl. Tertullian, Apol. 50,13). Daraus sind als neuer Spross eure christlichen Gemeinschaften entstanden, die jetzt voll Zuversicht in die Zukunft blicken.“

Dieses Kind hat bei den Schwestern ein neues Zuhause gefunden.

Seit dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes wachsen die Strukturen der katholischen Kirche in dieser zentralasiatischen ehemaligen Sowjetrepublik stetig. Heute gibt es dort bereits drei Diözesen und eine Apostolische Administratur. Die meisten Katholiken leben in der Erzdiözese Astana: rund 80.000 sind es, zwei Prozent der Bevölkerung. Die meisten von ihnen sind Polen, Ukrainer, Russlanddeutsche, Balten – viele von ihnen ehemals Deportierte oder ihre Nachkommen. Auf dem riesigen Gebiet von 576.400 Quadratkilometer gibt es jedoch nur 24 Priester. Umso wichtiger ist die Arbeit von Ordensleuten, insbesondere die der Schwestern. 70 Ordensfrauen und 3 Ordensbrüder sind zur Zeit in der Erzdiözese Astana tätig. Viele von ihnen kommen aus dem Ausland, aber es gibt auch schon einheimische Berufungen.

Die Liebe und die Fürsorge der Schwestern gilt den Notleidenden und Kranken sowie den Kindern, um die sich niemand kümmert. Aber vor allem ihr pastoraler Dienst ist aus den Pfarreien nicht wegzudenken: Messdienergruppen, Kirchenchöre, Jugendtreffen – alles das haben die Schwestern ins Leben gerufen. Schwester Maria schreibt: „Die Menschen hier haben unsere Herzen durch ihre Offenheit und Güte erobert. Wirklich alle, und ganz besonders die „Babuschkas“, die alten Mütterchen. Sie haben die Hölle der Deportation durchlebt und wissen, was es heißt, im fremden Land zu leben. Sie behandeln uns wie ihre eigenen Töchter.“

Aber damit die siebzig Schwestern und die drei Ordensbrüder den Katholiken in der Erzdiözese Astana dienen können, muss ihr Lebensunterhalt gesichert sein. Obwohl sie sehr bescheiden leben, sind sie auf Hilfe angewiesen. „Kirche in Not“ hat ihnen 36.500 Euro zugesagt – genauso, wie wir auch zahlreiche andere Ordensleute in vielen Ländern unterstützen, damit sie ihr Leben der Gottes- und der Nächstenliebe zum Heil der Welt führen können.

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