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Seelsorgliche und praktische Hilfe für Familien in der Konfliktregion im Osten des Landes

August 2009
Afrika Karitative Hilfe

Familien wie diesen kommt das Familienprogramm zugute.

Immer wieder wird der Osten der Demokratischen Republik Kongo von blutigen Konflikten heimgesucht. Eine besonders „beliebte“ Methode der Rebellen besteht darin, die Bevölkerung nicht nur physisch zu vernichten, sondern ihre Seele im tiefsten Innersten zu treffen – mehr noch, als man es mit Macheten und Maschinengewehren kann.
Frauen wurden vor den Augen ihrer Kinder und Ehemänner vergewaltigt, junge Mädchen von Rebellen als Sexsklavinnen und Knaben als Kindersoldaten in den Busch verschleppt, Mütter gezwungen, dabei zuzuschauen, wie ihre eigenen Kinder bestialisch abgeschlachtet wurden. Immer wieder wurden Massenvergewaltigungen systematisch als Waffe eingesetzt, um die tiefsten afrikanischen Werte – den Respekt vor der menschlichen Person und den Wert der Frau und Mutter – auf grausamste und widernatürlichste Weise außer Kraft zu setzen. Wo Frauen, Männer und Kinder Opfer solch unvorstellbarer Gräueltaten geworden sind, muss der ganze Mensch geheilt werden.
Manche Organisationen glauben, den malträtierten Frauen durch gesponserte Abtreibungen sowie die Verteilung der „Pille danach“ und künstlicher Verhütungsmittel etwas Gutes zu tun, aber hier im Osten der Demokratischen Republik Kongo, wo viele Jahre lang die Menschenwürde mit Füßen getreten wurde, geht es darum, den Menschen wieder dabei zu helfen, ihre Seelen zu heilen und ihren Wert und ihre Würde wiederzufinden. Die zerstörten, traumatisierten Familien müssen dabei unterstützt werden, an einer besseren, liebevollen und friedlichen Zukunft mitzubauen.
Die Erzdiözese Bukavu hat ein Programm ins Leben gerufen, das den Familien wirklich dabei hilft, in Liebe zusammen zu leben. Zugleich verbessert die Erzdiözese das Angebot an medizinischer Versorgung, vor allem für schwangere Frauen. Das Wichtigste aber ist der seelische Beistand, der hier den Frauen und den ganzen Familien geleistet wird. Angeschlossen ist das Programm an die Aktivitäten der „Fédération Africaine d’Action Familiale“, in der sich Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Theologen, Priester, im pastoralen Dienst tätige Laien und Ordensfrauen in vielen afrikanischen Ländern für die Bildung gesunder Familien und den Schutz des Lebens engagieren. Sie bieten lebens- und familienfreundliche Lösungen an, die den Menschen in Afrika entsprechen, und propagieren keine fremden, westlichen Modelle, in denen viele Afrikaner eine „Kultur des Todes“ erkennen. Sie fördern vielmehr die „Kultur des Lebens“, von der Papst Johannes Paul II. immer wieder gesprochen hat. Sie verhelfen den Menschen zur Heilung der Person und zu einem Leben in der Würde der Kinder Gottes. „Kirche in Not“ hat 11.000 Euro versprochen, damit die Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo wieder an das Leben und eine glückliche Zukunft im Kreise ihrer Lieben glauben können.
Spendennummer: 115-00-49

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