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Renovierung der Pfarrkirche von Sojong in der Diözese Diphu

August 2009
Asien Bauhilfe

Die Gläubigen von Sojong bei ihrer Fronleichnamsprozession.

Reich an Volksliedern und Erzählungen ist die Kultur der Karbi, die zu den frühesten Einwohnern Indiens zählen. Aber der Nordosten Indiens, wo die Karbi gemeinsam mit anderen ethnischen Minderheiten leben, ist eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Gebiete des Landes. Hilfe bringt den Menschen nur die Katholische Kirche. Schulen, Krankenstationen, soziale Fürsorge – alles wird von katholischen Priestern und Ordensfrauen geleistet.
In der Pfarrei von Sojong leben 11.000 Katholiken. Viele von ihnen gehören dem Stamm der Karbi an. Andere sind Garo, deren Volk vor langer Zeit aus Tibet gekommen sein soll. Es wird behauptet, die Garo seien früher Kopfjäger gewesen. Viele von ihnen haben sich jedoch zum Glauben an Jesus Christus bekehrt und sind begeisterte und eifrige Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde. Die Pfarrei von Sojong hat zwei Filialgemeinden: Satgaon liegt 5 Kilometer vom Pfarrzentrum entfernt, Jenghka sogar 17 Kilometer. Aus noch größerer Entfernung kommen die Kinder, die in dem Internat von Sojong wohnen. Sie stammen aus so weit abgelegenen und schwer erreichbaren Dörfern, dass sie keine Schule besuchen könnten, wenn es für sie nicht die Möglichkeit gäbe, in Sojong zu wohnen. Die Schwestern vom Orden der Apostolischen Karmelitinnen betreuen das Internat und die Schule. Um die Alten und Kranken kümmern sich Schwestern vom Orden der „Missionarinnen der Nächstenliebe“, die wie ihre als „Engel der Armen“ weltberühmt gewordene Gründerin, die selige Mutter Teresa von Kalkutta, als Ordensgewand den charakteristischen weißen Sari mit der blauen Borte tragen. Die aufopferungsvolle Arbeit der Schwestern ist ein Segen für die Menschen.
Vor allem brauchen die Gläubigen jedoch einen Raum, in dem sie sich zum Gebet und zur Heiligen Messe versammeln können. Die Kirche ist der Ort, an dem sie Gott begegnen, der sie spüren lässt, dass sie nicht arm und vergessen sind, sondern dass sie Seine Kinder sind. Von der Politik wurden sie vernachlässigt, von den Machthabern ausgebeutet, von dem Rest der Welt vergessen. Aber Gott ist in ihrer Mitte.
Die Pfarrkirche von Sojong tut bereits seit 25 Jahren ihren Dienst, aber die Zeit und das Klima haben ihr zugesetzt. Wasser sickert durch das Dach, und die Wände haben schwere Risse. Es besteht die Gefahr, dass Teile des Gebäudes einstürzen, wenn Regen und Sturm es weiter beschädigen. Das Gotteshaus muss dringend renoviert werden. Pfarrer Tomey Anikuzhikattil schreibt uns: „Ich habe unsere Leute um einen finanziellen Beitrag gebeten. Sie geben das bisschen, was sie geben können. Aber unsere Pfarrei liegt in einem ländlichen Gebiet, und die Menschen sind nur kleine Bauern. Viel können sie nicht geben. So bitte ich Sie demütig um Ihre finanzielle Unterstützung.“ Wir haben 4.000 Euro zugesagt, damit die Katholiken von Sojong nicht bald vor den Ruinen ihres Gotteshauses stehen müssen.
Spendennummer: 317-01-19

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