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Unterstützung für die 10 Seminaristen der Diözese Balsas

August 2009
Amerika Theologische Ausbildung

Seminaristen gestalten den Gottesdienst mit Musik.

Der Nordosten Brasiliens gilt noch immer als Armenhaus des Landes. Arm ist das Gebiet aber nicht nur in materieller Hinsicht, sondern arm ist es auch an Priestern. Dies macht es den Sekten leicht, sich auszubreiten, denn bei ihnen kann jeder, der es will, in kürzester Zeit ein „Pastor“ werden, und an jeder Straßenecke schießen „Sektentempel“ wie Pilze aus dem Boden. Die aus Amerika stammenden Sekten, die über viel Geld verfügen, locken die Menschen mit der Zusage persönlicher Vorteile und falschen Heilsversprechungen. Den Armen ziehen sie dabei noch das letzte Geld aus der Tasche, denn sie versprechen: „Wenn du uns genug gibst, wird Gott dich segnen!“ Und die verzweifelte Mutter eines drogensüchtigen Kindes, die Frau eines Alkoholikers, der arbeitslose Mann geben ihnen noch ihre letzten kleinen Ersparnisse, weil sie glauben, Gott werde der Familie dann helfen. Hier wird mit den Nöten der Menschen Schindluder getrieben.
Die Kirche, die seit jeher an der Seite der Armen und Bedrängten steht, hat jedoch nicht genug Hirten, um die Gläubigen zu betreuen. In der Diözese Balsas, die im Süden des Bundesstaates Maranhão liegt und sich über ein Gebiet von 66.025 Quadratkilometern erstreckt, betreuen laut Päpstlichem Jahrbuch 19 Diözesan- und 7 Ordenspriester fast 180.000 Katholiken. Auf einem Territorium, das doppelt so groß wie Belgien ist, gibt es nur 17 Pfarreien. Jede Pfarrei ist also durchschnittlich 3.900 Quadratkilometer groß. Die Priester haben lange Wege zurückzulegen, und manche Gebiete sind nur schwer zugänglich.
Papst Benedikt XVI. zeigte am 12.Mai 2007 während seiner Brasilienreise in der Basilika des Heiligtums von Aparecida den Priestern, die in Brasilien Gott und den Menschen unter so schweren Bedingungen dienen, dass er sie versteht und ihre schwere Lage kennt. Er sagte ihnen: „Wie viele Herausforderungen, wie viele schwierige Situationen, die bewältigt wurden, wieviel Hochherzigkeit, wieviel Entsagung, wie viele Opfer und Verzichte! Die Treue in der Ausübung des Dienstes und im Gebetsleben, die Suche nach der Heiligkeit, die totale Hingabe an Gott im Dienst an den Brüdern und Schwestern, wenn ihr euer Leben und eure Kräfte aufzehrt, indem ihr die Gerechtigkeit, die Brüderlichkeit, die Solidarität und das Teilen fördert – das alles spricht mit lauter Stimme zu meinem Herzen als Hirte.“
Und noch immer gibt es junge Menschen, die dem Ruf Gottes folgen wollen. Sie bringen die Hochherzigkeit auf, die Opfer nicht zu fürchten, und finden darin eine Freude, die tiefer ist als die Freuden dieser Welt. In dem Großseminar von Balsas bereiten sich zur Zeit 10 junge Männer darauf vor, als Priester an den Altar des Herrn zu treten und den Gläubigen in ihrer Diözese die Frohe Botschaft zu bringen, die keine Lüge ist, wie die falschen Versprechungen der Sekten. Diese jungen Männer wollen den Gläubigen zeigen, dass Gott sie niemals verlässt und dass sie Seine Kinder sind. Ohne unsere Hilfe könnten sie jedoch ihrer Berufung nicht folgen. Daher helfen wir ihnen auch in diesem Jahr mit 4.190 Euro.
Spendennummer: 212-02-79

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