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Unterstützung der Jugendseelsorge in der Erzdiözese Lusaka

Oktober 2009
Afrika Theologische Ausbildung

Junge Teilnehmer des Jugendprogrammes beten gemeinsam.

„Imiti ikukula ili mpanga“ sagen die Leute in Sambia in ihrer Sprache, dem Mambwe. Das Sprichwort bedeutet übersetzt: „Die heranwachsenden Bäume sind der zukünftige Wald“. In einem Land, dessen Gesellschaft mehrheitlich aus jungen Menschen besteht, bemüht die Kirche sich besonders darum, die „heranwachsenden Bäume“, also die Jugend, in ihrem seelischen, geistlichen und intellektuellen Wachstum zu fördern. Denn die Jugend ist die Zukunft der Kirche und der Gesellschaft – der „zukünftige Wald“.
Die Erzdiözese Lusaka ist in dieser Hinsicht sehr aktiv, denn sie sieht die zahlreichen Herausforderungen, vor denen die Jugendlichen stehen: schlechte Ausbildung, Drogenmissbrauch, Teenagerschwangerschaften, religiöse und emotionale Krisen, eine tiefe Unsicherheit, wenn Lebensentscheidungen getroffen werden müssen, bittere Armut, HIV/AIDS und dadurch bedingt auch viele Waisenkinder, das heißt, nicht nur Kinder, die materiell versorgt werden müssen, sondern die vor allem seelischen Beistand benötigen, weil sie zutiefst verstört, desorientiert, verletzt und einsam in der Welt stehen.
Zu all diesen Themen bietet die Erzdiözese Workshops und Seminare an. Besonderer Wert wird dabei darauf gelegt, dass Jugendliche dazu angeleitet und ausgebildet werden, anderen jungen Menschen zu helfen, ihr Leben nach dem Evangelium auszurichten, denn das Beispiel und Zeugnis von Altersgenossen bewirkt oft viel mehr, als es erwachsenen Erziehern gelingen würde. Pater Oswald Mulenga, der die Jugendarbeit der Erzdiözese Lusaka leitet und koordiniert, schreibt uns: „Die Kirche muss alle ihre Ressourcen zusammenlegen, um das Evangelium mit viel Mut, Kreativität und zugleich Geduld der Welt der Jugendlichen zu vermitteln“. In diesem Jahr sollen 3000 Jugendliche von dem Programm erreicht werden. Dabei müssen oft große Entfernungen überwunden werden, denn die Erzdiözese Lusaka erstreckt sich über ein Gebiet von 64.000 Quadratkilometern. Damit ist sie mehr als doppelt so groß wie Belgien. Daher wird immer mehr auch auf Medien wie das Radio gesetzt, um möglichst viele junge Menschen zu erreichen. Die Medienarbeit soll ausgebaut werden.
Für die Zukunft ist beispielsweise eine Internetseite geplant, über die Jugendliche aus Sambia mit jungen Menschen in aller Welt in Kontakt kommen und Erfahrungen austauschen können. Nicht nur die Jugendlichen in Lusaka würden davon profitieren, sondern ihre Altersgenossen in anderen Ländern könnten auf diese Weise den Reichtum und die Lebendigkeit der Kirche in Afrika und die Erlebnisse, Wünsche und Gefühle ihrer afrikanischen Freunde kennen lernen. Denn in den offiziellen Medien hat Afrika normalerweise keine Stimme, man erfährt kaum etwas über das wirkliche Leben der Menschen. Durch moderne Kommunikationsmittel können Fremde zu Freunden werden und erfahren, was Weltkirche bedeutet.
„Kirche in Not“ hat 10.000 Euro versprochen, um die so gut durchdachte, kreative und wertvolle Jugendarbeit der Erzdiözese Lusaka zu unterstützen.
Spendennummer: 159-20-69

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