Jetzt spenden!

Übersetzung der Katechesen des Papstes ins Arabische

Oktober 2009
Afrika Medienpastoral

Arabischsprachige Christen – die zukünftigen Leser der Papstkatechesen in Arabisch.

Jeden Mittwoch hält der Heilige Vater bei seiner Generalaudienz einen katechetischen Vortrag, der den auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen, aber auch den Katholiken in aller Welt, die diese Ansprache im Radio oder Fernsehen verfolgen oder später nachlesen, jeweils eine große Gestalt des christlichen Glaubens und verschiedene wichtige theologische Fragen erklärt. Die Oasis-Stiftung, die 2004 von Angelo Kardinal Scola von Venedig gegründet wurde, um den Dialog zwischen Christen und Muslimen voranzubringen und Christen in mehrheitlich islamisch geprägten Ländern eine Stimme zu geben, hat nun angeregt, dass diese Vorträge ins Arabische übersetzt werden sollten, um den Christen in den arabischsprachigen Ländern als geistliche Nahrung zu dienen. Nicht nur für Katholiken wären sie wertvoll, sondern sie könnten, wie es der Erzbischof von Aleppo (Syrien), Jean-Clément Jeanbart, schreibt, zu einem „konstruktiven Dialog zwischen den Gläubigen der verschiedenen Religionsgemeinschaften“ beitragen. Die Erfahrung zeigt es: Sowohl orthodoxe Christen, die mehr über ihre katholische Schwesterkirche erfahren wollen, als auch Muslime, die die Lehren des Christentums kennen lernen wollen, sind daran interessiert, die Worte des Papstes zu lesen. Eingesetzt werden könnten die Texte dabei auch an Schulen und Universitäten. Da die Stiftung Oasis über hervorragende Wissenschaftler verfügt, die für eine sehr hohe Qualität der Übersetzungen garantieren, ist dieses Vorhaben ein wichtiger Beitrag für die Wissenschaft, aber auch für das Zusammenleben der Menschen in den jeweiligen Ländern. Eine falsche Übersetzung kann nämlich vieles zunichte machen, während eine gute Übersetzung Türen und Herzen zum gegenseitigen Verständnis öffnet. Wichtig ist es aber vor allem, dass die arabischsprachigen Christen, die sich in ihren Heimatländern als immer mehr dahinschwindende Minderheit erleben, das Gefühl haben, ein wichtiger Teil der Weltkirche zu sein.
Als der Heilige Vater im Mai diesen Jahres den Nahen Osten besuchte, sagte er bei seiner Predigt in Amman: „Die hiesige katholische Gemeinde ist zutiefst berührt von den Schwierigkeiten und der Unsicherheit, von denen alle Menschen im Nahen Osten betroffen sind. Ihr sollt niemals die große Würde vergessen, die eurem christlichen Erbe entspringt, und stets die liebevolle Solidarität all eurer Brüder und Schwestern in der Kirche auf der ganzen Welt spüren!“ Um die Christen in den arabischsprachigen Ländern diese Solidarität spüren zu lassen, hat „Kirche in Not“ 30.000 Euro versprochen, damit drei Jahre lang die Katechesen des Heiligen Vaters ins Arabische übersetzt werden können.
Spendennummer: 399-00-89

Libanesische Bischöfe über die Auswanderung von Christen besorgt

Parallel zu den anhaltenden PROTESTEN GEGEN DIE REGIERUNG verschärft sich im Libanon die Wirtschaftskrise. Die Banken haben Beschränkungen für den Zahlungsverkehr durchgesetzt, die Währung wurde abgewertet, und viele Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Verzweiflung über ihre finanzielle Lage hat mindestens drei Libanesen in den Selbstmord getrieben.

» weiterlesen

Bethlehem-Mission: Eine Familie für Menschen, die selbst keine haben

In der Stadt São Paulo leben mehr als 25.000 Menschen auf der Straße. Sie sind die „Straßenbrüder“ – so nennen sie die Missionare der Bethlehem-Mission, die 2005 von Pater Gianpietro Carraro und Schwester Cacilda da Silva Leste gegründet wurde. Das Charisma der Gemeinschaft besteht darin, das zu leben, was am Heiligabend geschah: „Inmitten der...

» weiterlesen