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Bau einer Pfarrkirche in Nenshat

Oktober 2009
Europa Bauhilfe

Eine heilige Messe in der Pfarrkirche von Nenshat.

Als Papst Johannes Paul II. im Jahr 1993 Albanien bereiste, erinnerte er an die vielen Priester, die während der Zeit des Kommunismus zum Tode verurteilt wurden, nur weil sie die Sakramente spendeten, und an die unzähligen Gläubigen, die um ihres Glaubens willen eingekerkert und ermordet wurden. Diktator Enver Hodscha hatte die Religion verboten und das Land mit einem dichten Netz von 600.000 Betonbunkern überzogen – hier zeigt sich wohl, wie paranoid ein Staat geworden war, der sich rühmte, der „erste atheistische Staat der Welt“ zu sein. Kein anderer Staat hatte dies jemals in seiner Verfassung erklärt – nicht einmal China oder die Sowjetunion. Mehr als andere Länder sei Albanien „gegeißelt“ worden, sagte Papst Johannes Paul II. damals während seiner Reise.
Der blutige Kreuzweg der Gläubigen in Albanien hat mit der politischen Wende in Osteuropa ein Ende gefunden. Heute sind schätzungsweise 60 Prozent der Bevölkerung Muslime, 20 Prozent gehören der orthodoxen Kirche an, Katholiken bilden mit rund 10 Prozent eine kleine Minderheit. Der Rest der Bevölkerung ist konfessionslos oder gehört anderen religiösen Gruppen an. Natürlich bedeuten diese Zahlen nicht, dass alle diese Menschen gläubig sind – es sind vielmehr Schätzungen, die auf der Religionszugehörigkeit der Vorfahren beruhen. Dennoch erlebt der Glaube in Albanien eine zarte Blüte. Papst Johannes Paul II. sprach während seiner Reise nicht nur über die Vergangenheit, sondern er machte den Menschen Mut für die Gegenwart und die Zukunft: „Heute ist der Tag der Auferstehung und des Lebens!“, rief er ihnen zu. Und „Habt keine Angst!“ Er erkannte, dass viele Menschen nicht nur den „Geschmack an der Freiheit“, sondern auch „die Freude am Gebet“ gefunden hatten.
Diese „Freude des Gebetes“ ist in der Tat an vielen Orten sichtbar. In Nenshat in Nordalbanien leben beispielsweise 2700 Katholiken, darunter viele junge Familien. Die alte Pfarrkirche platzt nahezu aus allen Nähten. Sie ist schon allein für die vielen Kinder, die die Gottesdienste besuchen, zu klein, von den Erwachsenen ganz zu schweigen. Es gibt keine andere Möglichkeit, als ein neues Gotteshaus zu bauen. Die alte Pfarrkirche könnte dann als Katechesezentrum genutzt werden und würde weiterhin dem Lobe Gottes dienen.
Mit dem Bau wurde bereits begonnen. Pater Sergio La Forgia schreibt uns: „Herzlich möchte ich Ihnen und allen Wohltätern und Spendern von ‚Kirche in Not’ als Pfarrer von Nenshat für Ihre große Hilfe danken. Ohne diese Unterstützung wäre unser Vorhaben ein Traum geblieben. Jetzt sind wir schon so weit. Danke!“ Aber es gibt noch so viel zu tun. Und obwohl Albanien ein bitter armes Land ist, sind Baumaterialien genauso teuer wie im Westen. Für eine arme katholische Gemeinde sind sie unerschwinglich. Wir haben 50.000 Euro versprochen, damit die Gläubigen von Neshat die Heilige Messe mitfeiern können, ohne auf dem Vorplatz der Kirche stehen zu müssen. Helfen Sie mit?
Spendennummer: 432-01-19

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