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Renovierung und Umbau der Pfarrkirche St. Vaclav in Prag-Vrsovice

Oktober 2009
Europa Bauhilfe

Die Sankt-Vaclav-Kirche.

„Die Liebe Christi ist unsere Kraft“, so lautete das Motto der dreitägigen Reise, die Papst Benedikt XVI. kürzlich in die Tschechische Republik unternommen hat. Tschechien ist auch 20 Jahre nach dem Fall des Kommunismus noch immer ein atheistisch geprägtes Land. Nur ein Viertel der Gesamtbevölkerung ist katholisch, 60 Prozent erklären, sie seien Atheisten. In der Hauptstadt Prag sieht die Lage noch schlimmer aus: Dort bezeichnen sich sogar 85 Prozent der Einwohner als Atheisten. In einem Kommentar zur Papstreise hieß es, den Papst erwarte „kein Weinberg, sondern ein Steinbruch“.
Und doch blüht das kirchliche Leben vielerorts auf, und es gibt lebendige Gemeinden. Dazu gehört beispielsweise die St. Vaclavs-Pfarrei in Prag-Vrsovice, der 450 Gläubige angehören, von denen sich viele sehr stark in der Gemeinde engagieren. Hier wird die Heilige Messe nicht nur an Sonn- und Feiertagen gefeiert, sondern auch unter der Woche ist das Angebot an Gottesdiensten, Anbetung, Andachten, geistlichen Gesprächen und Beichte reichhaltig. Außerdem gibt es Besinnungstage, Gebetstreffen, Firmvorbereitungskurse, Vorträge, Chorproben, einen Flötenkreis für Vorschulkinder, Ministrantentreffen und vieles mehr. Dieses Angebot soll noch erweitert werden. Denn vor allem die Jugend soll noch mehr in das Gemeindeleben einbezogen werden. Religionsunterricht, Jugend- und Familientreffen, ein Theaterkreis und so weiter – Ideen gibt es viele. Das Problem besteht jedoch darin, dass die Räumlichkeiten für die vielen Teilnehmer nicht ausreichen und dass sie auch nicht behindertengerecht sind, so dass Menschen, die im Rollstuhl sitzen, nur mit großer Mühe die Möglichkeit haben, an den Gottesdiensten und den Aktivitäten der Pfarrei teilzunehmen. Durch einen Umbau des bestehenden Gebäudes soll ein Mehrzwecksaal entstehen, in dem die Veranstaltungen stattfinden können. Da es in der näheren Umgebung keinen solchen Saal gibt, könnten hier auch andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden, durch die Menschen, die der Kirche fern stehen, zum ersten Mal mit ihr in Kontakt kommen könnten. Hier würde eine Hemmschwelle sinken. Außerdem sollen die Zugänge zur Kirche und zu dem Mehrzwecksaal für Rollstuhlfahrer barrierefrei gestaltet werden. Es lässt sich also sagen, dass sowohl in physischer als auch in geistiger Hinsicht Barrieren abgebaut werden. „Kirche in Not“ hat dieser lebendigen Pfarrei 20.000 Euro versprochen.
Spendennummer: 430-01-19

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