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Existenzhilfe für 32 Ordensschwestern in der Diözese Sarh

November 2009
Afrika Existenzhilfe
„Die Schwestern und Mütter Afrikas tragen unseren Kontinent auf ihrem Rücken und in ihrem Herzen“, das sagte Schwester Elisa Kidané aus Eritrea im Oktober vor der Sonder-Bischofssynode für Afrika in Rom. Die „Schwestern und Mütter Afrikas“ – das sind auch die Ordensfrauen, die überall auf dem Schwarzen Kontinent körperliche und seelische Wunden verbinden, Kranke pflegen, für Waisen Mutterstelle annehmen, mit den Hungernden das wenige, das sie selbst haben, teilen, das Wort Gottes leben und lehren, den Boden urbar machen, damit die Saat der Frohen Botschaft aufgeht, und die Lasten der Bevölkerung mit einem Lächeln mittragen. Sie unterrichten in Schulen, lehren die Frauen Lesen und Schreiben, bringen ihnen bei, für den Lebensunterhalt ihrer Familien aufzukommen, bilden Katechetinnen aus, bereiten die Gläubigen auf die Sakramente vor, spenden Trost, machen Mut und setzen sich für Gerechtigkeit und Frieden ein.

Eine Schwester impft Kinder.

Dies alles tun auch 32 Ordensschwestern, die in der Diözese Sarh im Süden des Tschad Gott und den Menschen dienen. Sie gehören sieben verschiedenen Gemeinschaften an. Die katholische Kirche im Tschad ist noch jung: Erst 1929 kam der erste Missionar dorthin, 1957 wurde der erste einheimische Priester geweiht, der zweite dreizehn Jahre später. Mit einem Anteil von 56 % machen Muslime die größte Religionsgemeinschaft im Lande aus. Dies ist überall erkennbar, denn sogar dort, wo nur drei oder vier Häuser zusammenstehen, gibt es eine Moschee. Mittlerweile beträgt der Anteil von Katholiken an der Bevölkerung jedoch über 20 Prozent. Es ist allerdings nicht leicht, weibliche Berufungen zu finden, da die meisten Mädchen nicht zu Schule gehen und es als selbstverständlich erachtet wird, dass sie später heiraten.

Schwester Flavia von den Schwestern des heiligen Josef schreibt uns: „Die Menschen lieben und achten uns und geben uns das Gefühl, trotz der Verschiedenheit der Kulturen, Traditionen und Sprachen Mitglieder einer einzigen Familie zu sein“. Sie beschreibt, dass es in der Region immer wieder zu Konflikten zwischen Bauern und Viehzüchtern kommt und dass dabei „kein Zeichen von Gerechtigkeit zu erkennen ist“. Es gilt das Recht des Stärkeren, und dem Stärksten kann niemand etwas anhaben. Die Menschen sind entmutigt und passiv, berichtet sie. Dazu kommt der Hunger, der durch Dürren oder durch sintflutartige zerstörerische Regenfälle verursacht wird. Die Armut führt dazu, dass die meisten Kinder nicht zur Schule gehen, sondern das Vieh hüten müssen. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, denn die Armut führt zu mangelnder Bildung, mangelnde Bildung jedoch wiederum zu Armut.

Die Schwestern versuchen, die Menschen für diese Zusammenhänge zu sensibilisieren. Dies ist nicht einfach, denn viele sind tief in ihren Traditionen verwurzelt und sind neuen Entwicklungen gegenüber misstrauisch. Hier haben die Schwestern einige Überzeugungsarbeit zu leisten.

Der Tschad gehört zu den ärmsten Ländern der Erde, achtzig Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Der Bischof von Sarh, Edmond Djitangar, weiß kaum, wie er für die Priester und Katecheten und für die sonstigen Bedürfnisse seiner Diözese aufkommen soll. Er kann den Schwestern nur sehr wenig helfen und bittet uns um Unterstützung. Wir haben ihm 16.000 Euro versprochen, damit die Ordensfrauen, die auch im Tschad als „Schwestern und Mütter den afrikanischen Kontinent auf ihrem Rücken und ihrem Herzen tragen“, weiterhin tatkräftig, liebevoll und mit Hingabe Gott und ihren Mitmenschen dienen können.
Spendennummer: 155-05-39

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