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Unterstützung der Ausbildung der 92 Seminaristen der Erzdiözese Bertoua

November 2009
Afrika Theologische Ausbildung

Seminaristen aus dem Seminar von Bertoua.

Als Papst Benedikt XVI. im April diesen Jahres nach Kamerun reiste, erinnerte er an einen großen Priester dieses Landes: an Pater Simon Mpeke, der von den Gläubigen seiner Heimat liebevoll „Baba Simon“ genannt wird. Der Heilige Vater sagte: „Ihr wisst, wie der »barfüßige Missionar« alle Kräfte seines Lebens in einer selbstlosen Demut aufgewandt hat und es ihm dabei am Herzen lag, den Seelen zu helfen, ohne sich die Sorgen und die Last des materiellen Dienstes an seinen Brüdern zu ersparen.“ Dabei war es, als Baba Simon ein junger Mann war, keineswegs selbstverständlich, dass ein Afrikaner Priester wurde. Geboren 1906, hatte er sich im Alter von 12 Jahren taufen lassen. Anfang der 1920er Jahre las er mit zwei Freunden in einer Zeitschrift zum ersten Mal in seinem Leben etwas über einen afrikanischen Priester. Daraufhin war es für alle drei jungen Männer klar: Sie wollten auch Priester werden! Durch diese Fügung wurde der afrikanischen Kirche in Simon Mpeke ein großer Priester geschenkt, der gerade in diesem von Papst Benedikt dem XVI. ausgerufenen Priesterjahr auch ein Vorbild für die Priester außerhalb Afrikas sein kann.
Während seines jahrzehntelangen Dienstes behielt Baba Simon nicht einmal Schuhe für sich. Was er hatte, verschenkte er an andere. Seine Opferbereitschaft, seine tiefe Nächstenliebe, sein Eifer für das Evangelium zehrten ihn auf, so dass er 1975 am Vorabend des Festes Mariä Himmelfahrt im Rufe der Heiligkeit heim zum Himmlischen Vater ging.
Sein Seligsprechungsprozess läuft. Ein Mitbruder sagte über ihn: „Baba Simon ist das in die Tat umgesetzte Evangelium Jesu Christi!“. Nicht auszudenken, dass er beinahe kein Priester geworden wäre, weil er nicht wusste, dass Gott auch Afrikaner beruft.
Gott sei Dank haben sich die Zeiten geändert, und mittlerweile stammt jeder fünfte Seminarist der Welt vom afrikanischen Kontinent. Inzwischen sind es afrikanische Missionare, die in alle Welt gehen, um die Frohe Botschaft zu verkünden. Aber die Kirche in Afrika, die so reich ist an Berufungen, teilt die materielle Armut ihrer Gläubigen, und so brauchen zahlreiche Seminare in Afrika unsere Unterstützung. In der Erzdiözese Bertoua im Osten Kameruns bereiten sich zur Zeit 92 junge Männer auf die Priesterweihe vor. Erzbischof Roger Pirenne vertraut uns an, dass er kaum in der Lage ist, das Seminar zu unterhalten. Er bittet uns dringend um Hilfe und schreibt uns: „Ich bin davon überzeugt, dass Sie nicht möchten, dass wir Kandidaten abweisen müssen, weil uns die finanziellen Mittel fehlen, obwohl wir es mit Sorge erwägen müssen. Wir haben viele Verpflichtungen bezüglich der Ausbildung dieser jungen Männer, die der Herr uns anvertraut hat, damit sie Seine Priester und Arbeiter in Seiner so großen Mission in der Erzdiözese Bertoua werden“.
Die jungen Afrikaner, die sich berufen wissen, können uns mit der Kraft und der Begeisterung ihres Glaubens anstecken. Für Afrika gilt es besonders, was Papst Benedikt sagt: „Die Kirche ist jung!“ Lassen wir es nicht zu, dass junge Menschen, die ihr Leben Gott schenken wollen, enttäuscht werden, weil es an Geld für ihre Ausbildung fehlt. Wir haben 25.000 Euro versprochen, damit der Erzbischof niemanden wegschicken muss, der an seine Türe klopft.
Spendennummer: 113-02-79

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