Jetzt spenden!

Zusatzausbildung in katholischer Medienarbeit für Ordensleute, Priester und Seminaristen

November 2009
Asien Medienpastoral

Teilnehmer an Lehrgängen des NISCORT-Institutes lernen, mit der Fernsehkamera umzugehen.

Medien machen einen großen Teil unseres Lebens aus. Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Radio und immer mehr auch das Internet – alles das gehört zum Alltag und prägt unsere Sicht von der Welt. So ist es wichtig, dass auch die katholische Kirche hier präsent ist. Katholische Medien – seien es Zeitschriften, Internetportale, Fernseh- oder Radiosender – werden immer wichtiger, um die Frohe Botschaft in alle Welt zu tragen. So kommt die Kirche direkt in den Lebensraum der Menschen, die – vielleicht bewusst, oft aber auch eher zufällig – neugierig auf ihre Botschaft werden oder die Verbindung zu ihr vertiefen wollen.
Um der Frohen Botschaft in den modernen Medien Gehör zu verschaffen, braucht die Kirche Fachleute, die einerseits die Lehre und die Anliegen der Kirche verstehen, andererseits aber auch über das entsprechende Knowhow verfügen. So ist es wichtig, dass Menschen, die in der Kirche arbeiten, entsprechende Fachkenntnisse erwerben.
In Indien, unweit von Neu Delhi in Vaishali im Distrikt Ghaziabad, unterhält die katholische Kirche ein Institut, in dem junge Ordensleute, Priester und Seminaristen Zusatzausbildungen in verschiedenen journalistischen Bereichen erwerben können. Das NISCORT-Institut (National Institute of Social Communications, Research and Training) arbeitet eng mit mehreren Universitäten zusammen und bietet anerkannte Studienabschlüsse an, so beispielsweise den Magistergrad in Print-Journalismus und in Rundfunk-Journalismus, ein Diplom in Journalismus und Massenkommunikation und andere. Außerdem werden Seminare zu verschiedenen Themen angeboten, beispielsweise zu den modernen Kommunikationstechniken wie Bloggen, Chatten, Podcast, Videokonferenzen über Skype und vieles mehr – alles mit dem Ziel, das Evangelium möglichst weit zu verbreiten. Auch Fragen wie der mediale Umgang mit Themen wie religiösem Fanatismus, Fundamentalismus und Terrorismus werden behandelt – Themen, die angesichts der brutalen Übergriffe gegen Christen, zu denen es in der jüngsten Vergangenheit in Indien immer wieder gekommen ist, nicht von theoretischem Interesse sind, sondern von denen Menschenleben abhängen können. Kirchenvertreter in Indien sind sich einig: In vielen Fällen haben Medien die Spannungen durch ihre Art der Berichterstattung noch verschärft. Journalisten können dazu beitragen, dass Menschen etwas verstehen, aber sie können auch Stimmung machen – hier bedarf es einer besonderen Sensibilität.
In seiner Botschaft zum diesjährigen „Welttag der sozialen Kommunikationsmittel“ sprach der Heilige Vater über das „außerordentliche Potential, das den neuen Technologien innewohnt, wenn sie dazu genutzt werden, Verständnis und Solidarität unter den Menschen zu fördern“. Er sagte: „Diese Technologien sind ein wahres Geschenk für die Menschheit. (...)Euch jungen Menschen (...) kommt in besonderer Weise die Aufgabe der Evangelisierung dieses "digitalen Kontinents" zu. Seid bereit, euch mit Begeisterung die Verkündigung des Evangeliums bei euren Altergenossen zur Aufgabe zu machen!“
Wir haben dem NISCORT-Institut in Vaishali 5.000 Euro versprochen, damit auch in diesem Jahr wieder junge Priester und Ordensleute dafür ausgebildet werden können, den „digitalen Kontinent zu evangelisieren“.
Spendennummer: 317-00-79

Mosambik: Es droht eine Hungersnot

Die Angriffe im Norden Mosambiks haben bereits mehr als 500 Tote und Tausende von Vertriebenen verursacht, so Bischof Luiz Fernando Lisboa von Pemba in einem Exklusivinterview mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT. Die Welle der Gewalt, die seit Oktober 2017 den Norden Mosambiks erschüttert, wird offensichtlich nicht so bald enden. 

» weiterlesen

KIRCHE IN NOT trauert um ermordeten Priesteramtskandidaten Michael Nnadi aus Nigeria

Mit großer Trauer und Bestürzung  hat KIRCHE IN NOT die Nachricht über die Ermordung des jungen Priesteramtskandidaten Michael Nnadi erhalten.  Zusammen mit drei weiteren Studenten war der 18-Jährige am 8. Januar 2020 aus dem Priesterseminar „Good Shepherd“ (Guter Hirte) in der nordnigerianischen Stadt Kaduna von Unbekannten entführt worden....

» weiterlesen