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2000 Bibeln für die pastorale Arbeit der Kirche in Yurimaguas

November 2009
Amerika Geistliche Literatur

Teilnehmer der Bibelprogramme.

Im Amazonasgebiet im Osten Perus mitten im tropischen Regenwald liegt das Apostolische Vikariat Yurimaguas. Die meisten Menschen, die in dem Gebiet leben, sind Indianer oder Mestizen. Die Vielfalt an Sprachen und Kulturen macht das Leben so bunt, wie es der tropische Regenwald ist. Dennoch sind die Lebensumstände dort hart. Die Hütten sind aus Palmblättern gebaut, und die meisten der kleinen Siedlungen sind ausschließlich per Boot erreichbar. Straßen gibt es nur wenige, und die, die es gibt, sind in der Regenzeit nicht befahrbar. Medizinische Versorgung und Bildungsarbeit leisten lediglich die Missionare.
Die Frauen kochen das bescheidene Essen mit Holz und bauen in kleinen Gärtchen das Nötigste an. Yucca, Gemüsebananen, manchmal ein bisschen Fisch – davon ernähren sie sich. „Als Ordensschwester setze ich mich oft zu den Frauen und koche mit ihnen. Es ist wichtig, den Menschen nahe zu sein, einfach bei ihnen zu sein“, erzählt Schwester Maria Luisa aus Spanien, die vor 37 Jahren alles verlassen hat, um Christus in den Regenwald zu folgen. Manchmal ist die Ordensfrau, die so gern lächelt, aber auch wütend, weil die Indianer im Urwald vergessen sind und am Rande der Gesellschaft leben. Sie sagt: „Viele denken an den Regenwald nur als ‚grüne Lunge’ der Welt, sie interessieren sich ausschließlich für Umweltprobleme, aber die Menschen, die dort leben, sind ihnen egal.“ Die Kirche ist an der Seite der Indianer und begegnet ihnen nicht von oben herab, sondern teilt demütig ihr Leben.
Man könnte glauben, die Menschen im Regenwald würden sich vor allem nach besseren Lebensbedingungen sehnen. Aber viele haben einen anderen Herzenswunsch: Sie wollen die Bibel lesen können! Bischof José Luís Astirraga von Yurimaguas bittet uns um Hilfe und schreibt uns: „Die Leute hören auf den Ruf des Papstes und der lateinamerikanischen Bischöfe zur Neuevangelisierung. Sie wollen beten und sich vorbereiten, und: sie wollen eine Bibel haben. Aber es gibt keine!“ Die Nachfrage nach der Heiligen Schrift wird immer größer. Mehr und mehr Gläubige wollen die Frohe Botschaft besser kennen- und lieben lernen, aber nicht einmal in den Schulen gibt es Bibeln. In der Hauptstadt Lima werden zwar welche verkauft, diese sind aber viel zu teuer. Schwester Maria Luisa bestätigt die Worte des Bischofs und vertraut ebenfalls auf unsere Unterstützung: „An wen sollen wir uns sonst wenden, um dieses besondere Brot zu erhalten, welches das WORT ist?“ Sie appelliert an die Brüder und Schwestern in allen Ländern, dabei zu helfen, dass die Bibel „alle Stämme, Rassen und Sprachen“ erreicht.
Der Orden der „Missionare Jesu Christi“ hat in dem Apostolischen Vikariat Yurimaguas ein Programm ins Leben gerufen, das dazu beitragen soll, dass die Liebe zur Heiligen Schrift unter den Gläubigen noch mehr zunimmt. In den Pfarreien und Schulen soll die Bibelarbeit verstärkt werden. Wir haben 15.000 Euro für 2.000 Bibeln versprochen.
Spendennummer: 234-08-89

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