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Bau einer Kirche für die Pfarrei Sv. Pedro in Patilciai

November 2009
Europa Bauhilfe

Hier entsteht die neue Kirche.

Litauen ist das einzige mehrheitlich katholische Land der ehemaligen Sowjetunion. Mehr als achtzig Prozent seiner 3,5 Mio. Einwohner sind Katholiken. Zur Zeit des Kommunismus litten zahlreiche Priester, Ordensleute und Laien um ihres Glaubens willen in Gefängnissen und Straflagern. Viele bezahlten ihre Treue zu Christus mit dem Leben.
Seit der politischen Wende in Osteuropa kann die katholische Kirche jedoch auch in Litauen wieder frei die Frohe Botschaft verkünden und ihren Glauben bekennen, obwohl sie auch heute vor großen Herausforderungen steht. So haben die litauischen Bischöfe bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass es in der Gesellschaft noch immer Kräfte gibt, die versuchen, die Kirche zu manipulieren, um verschiedene nationale, politische und persönliche Ziele zu erreichen. Und wie in den meisten Ländern der sogenannten „freien Welt“ weht auch in Litauen den Vertretern christlicher Werte und des christlichen Menschenbildes ein rauher Wind entgegen. So heißt es in einem Hirtenbrief der litauischen Bischöfe über die Programme der politischen Parteien: „Sie sagen nichts über die Rechte der Kirche und ihrer Gläubigen, nichts über die Bildung des Menschen und nichts über seine Verantwortung für Sitte und Moral, nichts über den Schutz des Lebens, nichts über die Sorge und Unterstützung der Familien, nichts über die Pflege der christlichen Werte. In den Programmen einiger Parteien ist ausschließlich der materielle Wohlstand betont. Aber jeder materielle Wohlstand ist unmöglich ohne Wertschätzung geistiger und ethischer Werte.“
Die Kirche hat also auch heute in Litauen keinen leichten Stand. Und es gibt noch viel zu tun, denn nach so vielen Jahrzehnten der atheistischen Herrschaft ist vieles zerstört worden, was jetzt mühsam wieder aufgebaut werden muss. Zwar ist Litauen seit dem Jahr 2004 Mitglied der Europäischen Union, dies ändert aber nichts daran, dass die Kirche noch immer Hilfe braucht.
So konnte beispielsweise die 1920 notdürftig erbaute Holzkirche der ländlichen Gemeinde Patilciai im Süden Litauens nie renoviert werden. Das Holz war völlig verfault und abgenutzt, und so gab es keine andere Lösung, als das Gebäude abzureißen. Die Gläubigen haben Geld gesammelt, ihre eigene Arbeitskraft eingesetzt und konnten bereits mit dem Bau eines bescheidenen neuen Gotteshauses begonnen. Aber die Mittel reichen nicht, und so hat sich Pfarrer Jouzas Peciukonis an „Kirche in Not“ gewandt, um uns um Hilfe zu bitten. Die Gemeinde ist aktiv, sie hat 530 Gläubige. 140 Kinder und Jugendliche besuchen den Religionsunterricht. Der Pfarrer betreut zwei Pfarreien und ist unermüdlich im Einsatz, um in beiden Gemeinden die Heilige Messe zu feiern, die Sakramente zu spenden, die Kranken zu besuchen, die Verstorbenen zu beerdigen... Er schreibt uns: „Wir sind froh, dass wir dank der guten Arbeit der Bauleute und der finanziellen Unterstützung guter Menschen mit dem Bau soweit fortgeschritten sind.“ Und: „Wir warten im Gebet und voller Hoffnung auf eine positive Antwort.“ Wir wollen ihn und seine Gläubigen nicht länger warten lassen und haben 40.000 Euro für das neue Gotteshaus versprochen. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ allen, die dem engagierten Pfarrer und seiner lebendigen Gemeinde helfen wollen!
Spendennummer: 436-01-19

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