Jetzt spenden!

Unterstützung der Ausbildung von 40 Katecheten in der Pfarrei der Unbefleckten Empfängnis in Villard

Dezember 2009
Amerika Theologische Ausbildung

Kinder und Jugendliche in der Pfarrei der Unbefleckten Empfängnis in Villard.

Vor zwei Jahren bekam Pfarrer Charles Faubert von seinem Bischof den Auftrag, die neugegründete Pfarrei von Villard im Norden Haitis aufzubauen. Eine leichte Aufgabe war das nicht, denn die Diözese Les Gonaives, zu der die Pfarrei gehört, liegt in einer der ärmsten Regionen des ohnehin extrem armen Landes. Armut, AIDS, Jugendkriminalität, Analphabetismus, Arbeitslosigkeit – alles das macht es schwer, etwas aufzubauen. Viele Jugendliche haben die Hoffnung verloren und betäuben sich mit Alkohol, Drogen und sexuellen Abenteuern. Dazu kommen noch politische Unruhen und die immer wieder hereinbrechenden Naturkatastrophen, wie die verheerenden Zyklone Jeanne im Jahr 2004 und Hanna im Jahr 2008, die schwere Verwüstungen anrichteten. Außerdem ist die Pfarrei sehr groß: 40.000 Menschen leben hier. Manchmal kommen Patres aus einer anderen Stadt, um dem Pfarrer zu helfen, aber sie sind nur wenige und haben selbst zu viele Gläubige zu betreuen, als dass sie die Seelsorge in der neugegründeten Pfarrei von null mit aufbauen könnten.
Aber Pfarrer Faubert ließ sich nicht entmutigen, sondern machte sich an die Arbeit. Gleich nach seiner Ankunft begann er damit, die Dörfer, die zu seiner Pfarrei gehören, zu besuchen, um herauszufinden, was notwendig ist, um die Pfarrei zum Leben zu erwecken. Diese Dörfer, von denen vier jeweils eine eigene Kapelle haben, sind zwar nicht sehr weit entfernt vom Sitz der Pfarrei, aber in der Regenzeit sind sie fast nicht erreichbar. Außerdem fand der Priester heraus, dass es, obwohl viele Menschen sehr gläubig sind, manche katechetischen und liturgischen Probleme gab, das heißt, die Gläubigen haben manches von dem, was zum katholischen Glauben gehört, nicht richtig verstanden. Gerade in Haiti, dessen Einwohner zum großen Teil Nachkommen afrikanischer Sklaven sind, sind „magische“ Rituale aus dem Voodoo-Kult weit verbreitet – oft auch unter praktizierenden Katholiken. Die Kirche ist jedoch sehr darum bemüht, den Menschen den reinen katholischen Glauben zu vermitteln, und es gibt viele sehr lebendige Pfarreien, in denen die Gläubigen mit großer Hingabe und tiefer Frömmigkeit ihren Glauben leben.
Eine solche Pfarrei möchte Pfarrer Faubert aufbauen. Um diesen Plan in die Tat umzusetzen, hatte er eine Idee: Er braucht Katecheten, die den Gläubigen dabei helfen können, die Lehre der Kirche richtig zu verstehen und den Glauben zu leben. Diese Laienkatecheten wären auch dann bei den Menschen in den Dörfern, wenn kein Priester kommen kann, denn diese ausgebildeten Laien würden selbst überall dort leben, wo die Gläubigen sind.
Engagierte Katholiken, die mit Leib und Seele das Leben der Gemeinde aufbauen wollen, gibt es. Nun müssen die zukünftigen Katecheten aber auch ausgebildet werden, und Pfarrer Faubert hofft auf unsere Hilfe, denn sie sollen auf der Grundlage des Katholischen Katechismus beispielsweise lernen, was die sieben Sakramente bedeuten, woher sie stammen, was sie bei dem, der sie empfängt, bewirken, und er möchte, dass sie auch mehr über die Liturgie lernen. Für diese Ausbildung fehlt jedoch das Geld. Wir haben dem engagierten Priester, der uns schreibt, er vertraue stets auf die Göttliche Vorsehung und auf unsere Hilfe, 4.000 Euro versprochen.
Spendennummer: 224-07-49

SÜDSUDAN: „Ich war bereit für die neue Mission“

Die katholische Kirche begeht den außerordentlichen Monat der Weltmission. Oft geschieht das missionarische Wirken der Kirche unter erschwerten Bedingungen: In Verfolgung, Armut und Krieg. So auch im Südsudan. Hunderttausende Todesopfer, Millionen Geflüchtete – der Bürgerkrieg, der im Jahr 2013 im damals erst zwei Jahre alten afrikanischen Staat Südsudan ausbrach...

» weiterlesen

Der Chefkoch von Venezuela

Tony Pereira ist  ein angesehener Chefkoch. Er lebt in Venezuela. Der 51-jährige Absolvent mehrerer renommierter Gastronomie-Akademien hat in seiner Heimat in mehreren Fünf-Sterne-Hotels gearbeitet. Er muss um sieben Uhr bei der Arbeit sein, doch Tony steht jeden Tag bereits um vier Uhr morgens auf. Während die Stadt noch schläft, fährt er mit seinem alten Motorrad in...

» weiterlesen