Jetzt spenden!

Ausbildung von 30 Jugendlichen zu Jugendleitern im Andenhochland

Dezember 2009
Amerika Theologische Ausbildung

Gläubige im Andenhochland.

Pfarrer William Ugarte von Uncía hat viel zu tun, wenn er seine Pfarrkinder besuchen will: Seine Pfarrei San Miguel, deren Zentrum 4400 Meter hoch in den Anden liegt, besteht aus 208 kleinen Dörfern, die in den Bergen verstreut liegen und nur über unbefestigte Straßen erreichbar sind. Aber trotz der Strapazen freut er sich jedes Mal, wenn er in eines der Dörfer kommt, denn die Gläubigen erwarten den Priester sehnsüchtig, und sie feiern ihren Glauben aus vollem Herzen – oft mit Gesang und Tanz und farbenfrohen Prozessionen.
Pfarrer Ugarte weiß aber auch, dass sich etwas verändern muss, damit die Menschen eine Zukunft haben. Denn die indianische Bevölkerung, die hier lebt, leidet unter bitterer Armut. Früher blühte in der Region der Zinnabbau, aber die Minen sind geschlossen, und so gibt es keine Arbeit. Die ganze Region liegt wirtschaftlich am Boden. Auch mit Landwirtschaft ist nicht viel zu verdienen: Die Einwohner wissen nicht, wie man die Felder richtig bestellt, und der karge Boden bringt ohnehin kaum Erträge hervor. Das raue Klima tut das übrige.
Vor allem mangelt es aber an Bildungsmöglichkeiten: Nirgendwo sonst in Bolivien, das ohnehin zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas zählt, gibt es so viele Menschen, die nicht lesen und schreiben können, und der Mangel an Bildung führt wiederum dazu, dass die Menschen – vor allem die Jugendlichen – sich nicht aus ihrem Elend befreien können. Der Pfarrer beklagt, dass die Region von der Regierung vollständig vernachlässigt wird. Diese Frustration, aber auch die Langeweile führt oft zu Gewalt, und die Bewohner der verschiedenen Dörfer fechten bisweilen blutige Kämpfe miteinander aus.
Die Kirche kann hier viel bewirken, indem sie die Jugendlichen dazu anleitet, ihr Verhalten zu ändern und einen Sinn in ihrem Leben zu finden. Dies kann in einer Pfarrei, die sich über so ein großes Gebiet erstreckt, der Priester jedoch nicht allein bewirken, denn er kann nicht überall gleichzeitig sein. Daher möchte Pfarrer Ugarte Jugendliche zwischen 16 und 23 Jahren dazu ausbilden, ihre Altersgenossen und auch die jüngeren Jugendlichen anzuleiten, ihr Leben am Evangelium auszurichten. Da der Priester weiß, dass es in den anderen Pfarreien im Andenhochland nicht anders aussieht als in seiner eigenen, möchte er dieses Programm auch Jugendlichen aus neun anderen Pfarrgemeinden öffnen. 30 junge Menschen sollen zu Jugendleitern ausgebildet werden, die die Jugendpastoral in den hoch in den Anden gelegenen Pfarreien übernehmen können. Aber dies ist noch nicht alles, was das Programm bewirken soll, denn die jungen Leute werden zusätzlich viele wertvolle praktische Fertigkeiten erwerben, und von diesen Kenntnissen soll auch die restliche Bevölkerung profitieren. Der Pfarrer möchte nämlich, dass die jungen Mädchen und Männer auch in die Lage versetzt werden, den Menschen in den Dörfern dabei zu helfen, ihre Lebensverhältnisse zu verbessern und die Entwicklung voranzutreiben. Wir haben Pfarrer Ugarte 1.670 Euro versprochen. Denn eine relativ geringe Summe reicht aus, um das Leben zahlreicher Menschen im Andenhochland zu verändern.
Spendennummer: 211-20-49

Syrien: Katholischer Priester erschossen - Mutmaßlich gezielter Überfall durch Kämpfer des IS

Bei einem bewaffneten und vermutlich gezielten Überfall auf ein Auto eines Priesters sind am vergangenen Montag in Syrien der Geistliche und dessen mitgereister Vater getötet worden. Ein weiterer Mitfahrer wurde verletzt, einem vierten Insassen gelang die Flucht. Wie der armenisch-katholische Erzbischof von Aleppo, Boutros Marayati, gegenüber dem internationalen Hilfswerk...

» weiterlesen

„Kirche in Not“ veröffentlicht neuen Bericht zur Christenverfolgung

Der Countdown bis zum Ende des Christentums in Teilen des Nahen Osten tickt immer lauter – und kann nur gestoppt werden, wenn die internationale Gemeinschaft jetzt handelt. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Bericht „Verfolgt und vergessen?“ von „Kirche in Not“. Er wurde vom britischen Nationalbüro des weltweiten päpstlichen Hilfswerks erstellt und liegt nun...

» weiterlesen