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Ausbildungsbeihilfe für die 47 Seminaristen im Philosophat des Großseminars St. Mbaga Tuzine in Murhesa

Februar 2010
Afrika Theologische Ausbildung

Eine Priesterweihe.

“Die Kongolesen haben endgültig genug vom Weinen und Sterben”, sagte der Generalvikar der Diözese Bukavu, Msgr. Pierre Bulambo, als im vergangenen Dezember im Osten der Demokratischen Republik Kongo ein Priester und zwei Ordensfrauen ermordet wurden. Zu lange schon wird die Region der Großen Seen von Gewalt gegeißelt. Der Waffenstillstand, der 2008 beschlossen wurde, ist sehr brüchig. Immer wieder kommt es zu bewaffneten Konflikten, zu Vertreibungen und Vergewaltigungen. Die Priester und Ordensleute stehen an der Seite der leidenden Bevölkerung, und auch für sie ist Golgotha Alltag. Nicht wenige haben für ihre Treue bereits mit dem Leben gezahlt.
Dies hält junge Männer jedoch nicht davon ab, dem Ruf Gottes zu folgen. Im Philosophat des Großseminars Sankt Mbaga Tuzinde in Murhesa bereiten sich zur Zeit 47 Seminaristen auf die Priesterweihe vor. Das Seminar besteht bereits seit 1982. Junge Priesteramtskandidaten aus sechs Diözesen werden hier auf ihren Dienst am Altar und unter den Menschen vorbereitet. Immer wieder wurde das Seminar im Laufe seiner Geschichte geplündert und mutwillig beschädigt. Außerdem ist die Kirche so arm wie die Bevölkerung. Zwar versucht das Seminar, durch Landwirtschaft und Viehzucht zumindest die Kosten für die Verpflegung der Seminaristen und des Lehrkörpers zu decken, aber die Preise galoppieren, und die Weltwirtschaftskrise ist stark zu spüren. Daher bittet uns der Ökonom des Seminars, Pater Ferdinand Bizimana, auch in diesem Jahr wieder vertrauensvoll um Hilfe für die Ausbildung der angehenden Priester.
Ein Seminarist namens Marc, der uns von seiner Berufung erzählt, wollte schon als Kind Priester werden. Sein Vater wurde im Bürgerkrieg getötet, so dass die Mutter mit elf Kindern als Witwe zurückblieb. Der junge Mann will jedoch sein Leben in den Dienst der Versöhnung stellen und den Teufelskreis des Hasses durchbrechen. Er schreibt uns: „Das ‚Priesterjahr’, das für die ganze Kirche ausgerufen worden ist, und die Sonder-Bischofssynode für Afrika bestärken mich in meiner Absicht, dem Volk Gottes in meiner vom Hass und der Spaltung gepeinigten Diözese zu dienen, indem ich die Frohe Botschaft der Liebe und der Barmherzigkeit zum Wohle der Menschen bei uns verkünde.“
Levi, ein anderer Seminarist, stammt aus einer Familie mit zwölf Kindern. Sein älterer Bruder ist bereits Priester, eine seiner Schwestern ist in den Orden der „Töchter der Auferstehung“ eingetreten. Seine Eltern freuen sich darüber, dass drei ihrer Kinder ihr Leben dem Herrn weihen. In dem Seminar sei er„aufgeblüht“, berichtet er, und er ist glücklich, dass dort trotz der unterschiedlichen Herkunft (denn die Seminaristen stammen aus verschiedenen Regionen und Stämmen) eine große Harmonie herrscht. In seinem Brief schreibt er: „Ich danke besonders allen Wohltätern von ‚Kirche in Not’, die auf meinem Weg meiner gedenken. Mögen sie alle versichert sein, dass ich ihre Großzügigkeit nicht enttäuschen werde. Gebe der Himmel, dass sie glücklich und gesegnet hier auf Erden leben mögen und dass der Gute Gott ihnen am Ende ihres Lebens die ewige Seligkeit gewähren möge.“
Wir wollen mit 17.000 Euro dazu beitragen, dass die 47 angehenden Priester ihren Weg weitergehen und ihre Ausbildung fortsetzen können.
Spendennummer: 115-02-79

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