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Ein Fahrzeug für einen Pfarrer in der Wüste Thal

Februar 2010
Asien Motorisierung

Impression aus der Wüste.

Pfarrer Ishaq Ghulam ist noch jung: Erst vor vier Jahren wurde er zum Priester geweiht – in einem mehrheitlich islamischen Land, in dem Christen nur eine winzige Minderheit ausmachen und „sozial diskriminiert, politisch unterdrückt und religiös verfolgt“ werden, wie es ein Mitbruder von Pfarrer Ghulam uns gegenüber ausdrückte. Seit zwei Jahren ist Ishaq Ghulam Pfarrer in einer Gemeinde in der Wüste Thal. Zweihundert Familien gehören der Pfarrei an. Viele leben weit verstreut und bis zu 40 Kilometer vom Zentrum der Pfarrei entfernt. Trockenheit, Sand, extreme Temperaturen – alles das erschwert Mensch und Tier das Leben in diesem Gebiet. Mit harter Arbeit ringen die Familien der Wüste karge Erträge ab, die kaum für ihren Lebensunterhalt reichen.
Aber Pfarrer Ghulam ist frohen Mutes: Unermüdlich ist er unterwegs, um den Gläubigen ein „guter Hirte“ zu sein. Allerdings ist das nicht einfach, denn er hat nur einen uralten Wagen zur Verfügung. Die Wege sind jedoch kaum als solche zu bezeichnen. Man kann sie fast nicht erkennen, viele sind versandet. Und am Horizont erstrecken sich Sanddünen, soweit das Auge reicht, so dass es schwer ist, überhaupt zu erkennen, wohin man fahren muss. Aber selbst da, wo es so etwas wie Straßen gibt, sind diese so schlecht und voller Löcher, dass es sehr gefährlich ist, mit einem ungeeigneten Auto unterwegs zu sein.
Im Winter ist es noch schlimmer, denn dann sinken die Temperaturen extrem ab, es wird bitter kalt, und oft bleibt das Auto mitten in der Wüste liegen. Wie soll man es von dort aus dann in eine Werkstatt transportieren? Der junge Pfarrer lässt sich zwar davon nicht abschrecken, aber oft schon ist er krank geworden, weil sein Wagen bei Eiseskälte in der Wüste stehen blieb und er nicht mehr weiterkam. Dem Priester geht es aber nicht um seine eigene Gesundheit, sondern darum, dass er seine Pfarrkinder betreuen will. Ohne ein geeignetes Fahrzeug ist es ihm nur sehr schwer möglich, zu all den Menschen, die auf ihn warten, zu gelangen. Es ist klar: Hier kann nur ein schwerer Jeep helfen, denn andere Autos sind der Wüste nicht gewachsen.
Mit einem solchen Jeep könnte der Pfarrer beispielsweise auch schwerkranke Patienten zum Art oder in ein Krankenhaus transportieren und den Menschen andere konkrete Hilfe leisten, die jetzt unter den gegebenen Umständen unmöglich ist.
Wir haben dem tapferen jungen Priester 6.000 Euro für ein geeignetes Fahrzeug versprochen.
Spendennummer: 328-01-29

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