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Bau eines Klosters für die Schwestern des Heiligen Karl Borromäus in Maubawk

Februar 2010
Asien Bauhilfe

Eine Schwester bei der Jugendarbeit.

In den Bergen des nordostindischen Bundesstaates Mizoram lebt der Volksstamm der Mizo, der sich in viele Unterstämme gliedert, von denen jeder eine eigene Sprache spricht. Das Gebiet ist kaum entwickelt, es gibt keine nennenswerte Gesundheitsfürsorge, nahezu kein Erziehungswesen, kaum richtige Straßen, so gut wie keine Verkehrs- und Kommunikationsmittel. Lange war die Region für Fremde gänzlich verschlossen, erst 1947 kamen die ersten katholischen Missionare hierher. Auch heute gibt es noch Zugangsbeschränkungen, und Fremde, die in das Gebiet gelangen wollen, benötigen eine Genehmigung der staatlichen Behörden. Die Armut ist groß, und die Menschen versuchen, mit wenig entwickelter Landwirtschaft über die Runden zu kommen. Die verbreitete Praxis der Brandrodung zerstört dabei jedoch die Natur und gefährdet damit letztendlich auch die Bevölkerung.
Zwar sind die meisten Mizo heute Christen, Katholiken machen jedoch nur eine kleine Minderheit aus. Dennoch kümmern sich katholische Ordensschwestern vom Orden des heiligen Karl Borromäus mit großem Engagement um die Nöte der Bevölkerung. In Maubawk haben sie ein kleines Häuschen angemietet. Maubawk ist ein weit abgelegenenes Dorf mit fast 8000 Einwohnern, das mitten in einem dichten Bambuswald liegt. In dem Haus leben die Schwestern nicht nur, sondern sie betreiben dort auch eine kleine Krankenstation, wo sie Kranke aus dem Dorf selbst und aus den Dörfern der Umgebung behandeln. Denn vor allem Infektionskrankheiten sind weit verbreitet. Viele Menschen erkranken an Malaria, Cholera, Typhus, Hepatitis, Lungenentzündung etc., und oft enden die Krankheiten tödlich. Besonders gefährdet sind die Kinder. Allein im Monat August erkrankten mehr als 200 Säuglinge und Kleinkinder an Bronchitis und Lungenentzündung. Viele von ihnen konnten geheilt werden, weil sie rechtzeitig von den Schwestern behandelt wurden, aber manche mussten qualvoll sterben, weil ihre Eltern in zu weit abgelegenen Dörfern leben und die Hilfe zu spät kam. Die umliegenden Dörfer sind nicht nur weit entfernt, sondern zum Teil auch kaum erreichbar. Die Regenzeit dauert zwischen 6 und 8 Monate, und oft kommt es in dieser Zeit zu Erdrutschen, so das die Wege vollständig abgeschnitten sind.
Die Schwestern betreuen die Menschen jedoch nicht nur medizinisch, sondern sie sind für alle Nöte des Leibes und der Seele da. Sie tragen die Seelsorge auf ihren Schultern, lehren die Menschen den Glauben, aber auch ganz praktische Dinge des täglichen Lebens. Sie unterrichten die Kinder und Jugendlichen, lehren die Frohe Botschaft genauso, wie sie praktische Entwicklungshilfe leisten, und vor allem bringen sie den jungen Müttern bei, ihre Babys gesund zu halten, damit nicht mehr so viele Kleinkinder sterben müssen.
Nun ist das Häuschen, in dem sie untergekommen sind, jedoch viel zu klein, denn von Tag zu Tag kommen mehr Patienten und Ratsuchende, und es gibt keinen Platz, um sie aufzunehmen. Viele haben einen langen Fußmarsch hinter sich. Wenn die Schwestern mehr Platz hätten, könnten sie sich wesentlich effektiver um die Patienten und auch um die Seelsorge kümmern. Die kleinen Räume, die sie jetzt zur Verfügung haben, sind besser als nichts, aber im letzten sind sie für die Arbeit der Schwestern ungeeignet. Außerdem nimmt die Zahl der Schwestern zu, und obwohl jede Schwester so dringend gebraucht wird, können bald keine Berufungen mehr aufgenommen werden.
Schwester Rosaline, die Oberin, bittet uns also darum, beim Bau eines kleinen Klosters zu helfen, und wir wollen die Schwestern, die mitten im Bambusdschungel von Mizoram ihren Dienst tun, nicht im Stich lassen, und haben ihnen 16.000 Euro versprochen.
Spendennummer: 317-05-19

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