Jetzt spenden!

Innenausbau der neugebauten Pfarrkirche in der Sankt-Lukas-Pfarrei in Sarajevo

Februar 2010
Amerika Bauhilfe

Bau der St. Lukas-Kirche in Sarajewo.

Vor fast 15 Jahren wurde in Sarajewo die Sankt Lukas-Pfarrei gegründet. Damals war der Krieg gerade zu Ende, der nach dem Zerfall Jugoslawiens drei Jahre lang in Bosnien und Herzegowina wütete. Die traurige Bilanz: 243.000 Menschen verloren ihr Leben, zwei Millionen Menschen wurden infolge der Umverteilung der Republik vertrieben, zahlreiche Kirchen, Klöster, Pfarrhäuser und andere kirchliche Gebäude wurden gezielt zerstört. Die Wunden des Krieges sind noch immer überall im Land spürbar, und vor allem die Katholiken, die kroatischstämmig sind, fassen kaum wieder Fuß. Nicht wenige junge Kroaten gehen ins Ausland, da die Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten schlecht sind, und von den Familien, die während des Krieges geflohen sind, wollen viele nicht in die Heimat zurückkehren, weil sie für sich und ihre Kinder keine Zukunft sehen. Die Infrastruktur wurde im Krieg zerstört, und in manchen Gegenden gibt es noch immer keinen Strom und kein fließendes Wasser, auch wenn mittlerweile schon vieles wieder aufgebaut werden konnte. Im politischen und religiösen Bereich erfahren Katholiken zudem starke Einschränkungen, was besonders die Suche nach einem Arbeitsplatz erschwert. Oft werden Katholiken nicht eingestellt, wenn sie sich um eine Stelle bewerben.
Aber auch der Wiederaufbau des kirchlichen Lebens ist schwer. Der Bau von Kirchen und Pfarrzentren kostet nämlich nicht nur viel Geld, sondern oft wird er auch gezielt unterbunden, indem Baugenehmigungen von den Behörden verweigert werden. Während in der Stadt Sarajevo selbst sowie in anderen Teilen des Landes mit Geldern aus Saudi-Arabien über zweihundert neue Moscheen entstanden sind, ist es den Katholiken vielfach nicht möglich, Gotteshäuser und Pfarrzentren zu bauen. Die Stimmung gegen Christen wird zudem durch islamische Fundamentalisten geschürt, was ein friedliches Miteinander erschwert, berichtet uns Pfarrer Ante Jelic. Die Gläubigen der Sankt-Lukas Pfarrei in Sarajewo mussten selbst sieben Jahre lang gegen alle nur denkbaren bürokratischen Hindernisse um die Baugenehmigung für ihre Pfarrkirche kämpfen. Mittlerweile steht mit der Hilfe von „Kirche in Not“ zumindest schon der Rohbau ihrer Kirche. Pfarrer Jelic berichtet: „Die neue Pfarrkirche haben wir ausgebaut und das Dach gedeckt. Jahrelang feierten wir die Heilige Messe im Erdgeschoss, wo es zu kalt und dunkel war. Kürzlich haben wir die Fenster und Türen eingebaut, obwohl die Wände und Böden noch immer im Rohbau sind. Dort halten wir jetzt die Messe. Aber wir möchten die Arbeiten fortsetzen. Es stehen noch die Elektroinstallationen, der Verputz, der Anstrich und die Arbeiten am Boden der Kirche bevor. Die Not zwingt uns, Ihnen wieder zu schreiben. Im Namen der Pfarrgemeinde danke ich Ihnen sehr und grüße Sie ganz herzlich in der Hoffnung, dass Sie uns nicht im Stich lassen.“ Wir wollen sein Vertrauen nicht enttäuschen und haben 25.000 Euro versprochen, damit die Bauarbeiten nicht unterbrochen zu werden brauchen.
Spendennummer: 444-01-19

Neuer Präsident bei KIRCHE IN NOT - Österreich

Der Unternehmer und Jurist Dr. Michael Spallart wird neuer Vorstandsvorsitzender von „Kirche in Not-Österreich“. Seit 1. Dezember 2019 hat Dr. Michael Spallart die ehrenamtliche Aufgabe des Vorstandsvorsitzenden (Präsident) von „Kirche in Not – Österreich“ übernommen. Er folgt damit Dr. Thomas Heine-Geldern nach, der sich als...

» weiterlesen

Burkina Faso: „Blutiger Beginn der Adventszeit“ - „Kirche in Not“ zeigt sich bestürzt über anhaltende Gewalt gegen Christen

Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ ist entsetzt über einen erneuten Anschlag auf eine christliche Kirche in Burkina Faso. Wieder wurden Christen an einem zeitlich neuralgischen Punkt, nämlich zu Beginn des Kirchenjahres, getroffen. Was schon bei den schrecklichen Osteranschlägen im April 2019 auf Sri Lanka passiert ist, setzt sich fort: Terroristen...

» weiterlesen