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Weiterbildungsprogramm für 240 Priester im Rahmen des Priesterjahres

März 2010
Afrika Theologische Ausbildung

Die Priester in Malawi stehen vor großen Herausforderungen. Pfarrer Ignacio kümmert sich um AIDS-Waisen.

Überall auf der Welt wollen Priester in diesem von Papst Benedikt XVI. ausgerufenen Priesterjahr ihre Berufung vertiefen. Es gibt viele wertvolle Initiativen, um das Motto des Priesterjahres „Treue zu Christus, Treue des Priesters“ noch stärker zu verwirklichen.
Auch die Bischofskonferenz von Malawi hat sich Gedanken gemacht und ein Programm ausgearbeitet, an dem 240 Priester des Landes teilnehmen sollen – darunter vor allem diejenigen, die selbst in der Ausbildung angehender oder in der Weiterbildung bereits geweihter Priester tätig sind. Zuglich soll auch das Apostolat für neue Priesterberufungen gestärkt werden. Aber das südostafrikanische Land zählt zu den ärmsten Ländern der Erde. Daher hat sich die Bischofskonferenz von Malawi vertrauensvoll an uns gewandt. Die Bischöfe schreiben uns: „Wir glauben, dass spirituelle Erneuerung für jeden sehr wichtig ist, denn nur Priester, die beten, bleiben treu. (...) Im Sinne des heiligen Jean Vianney, der die Seelen durch die Liebe zur Eucharistie und die Beichte heilte, soll dieses Jahr erreichen, dass die Priester in Liebe diese engelgleiche Aufgabe umarmen, indem sie die Sünden der Kinder Gottes vergeben“. Die Kirche in Malawi steht vor vielen Herausforderungen: Das Land ist eines der am stärksten von AIDS heimgesuchten Länder der Erde. Die Seuche hinterlässt eine riesige Schar von Waisenkindern, um das sich die Kirche kümmern muss. Und es gibt viele Kinder in Malawi: Mehr als 15 Prozent der Bevölkerung unter 14 Jahre alt. Gute Hirten werden hier dringend benötigt, und die Priester müssen gestärkt werden. Ein Priester aus Malawi sagte einmal im Gespräch mit „Kirche in Not“, dass die Menschen von einem Priester „alles“ erwarten – Hilfe in jeder Lebenssituation, spirituell, seelsorglich, materiell. Er ist allen alles und muss alles geben, aber „alles“ ist angesichts der Not noch zuwenig...
Das Priester-Programm, das den Priestern dabei helfen soll, den vielen Herausforderungen zu begegnen, umfasst sowohl seelsorgliche und theologische Weiterbildung, Besinnung, Gebet und gemeinsame Liturgiefeiern als auch praktische Überlegungen, wie die Kirche in Malawi Berufungen fördern und den Lebensunterhalt ihrer Priester gewährleisten kann.
Als der Papst das Priesterjahr ausrief, war unser Hilfswerk sofort mit dabei. Pater Joaquín Alliende, unser Internationaler Präsident, schrieb damals in einem persönlichen Brief an Benedikt XVI. : „Heiliger Vater, wir möchten Ihnen und allen Priestern der Welt in diesem ‚Jahr des Priesters’ beistehen und Sie durch unser Gebet, Leben und Wirken unterstützen.“
Er erklärte damals, warum es uns so wichtig ist, die Priester zu unterstützen: Unser Gründer Pater Werenfried habe es nämlich verstanden, „dass wir als pastorales Hilfswerk nur dann wirklich die Not der Menschen lindern können, wenn wir zusammen mit und für die Priester wirken“. Daher ist die geistliche Formung der Priester und die Hilfe bei der priesterlichen Seelsorge in rund 140 Ländern bis heute die Priorität des Werkes – umso mehr in diesem „Jahr des Priesters“. Wir halten das Versprechen ein, das unser Präsident dem Papst gegeben hat, und helfen auch den Priestern in Malawi, wo wir die wertvolle Initiative der Bischofskonferenz mit 13.000 Euro unterstützen wollen.
Spendennummer: 135-01-79

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