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Bau einer Anbetungskapelle für die Kathedrale des Göttlichen Kindes in Cuilapa

März 2010
Amerika Bauhilfe

Die Kathedrale vom Göttlichen Kind in Cuilapa.

Rio Esclavos – „Sklaven-Fluss“ heißt ein Fluss südöstlich der Stadt Cuilapa im Norden Guatemalas. Der Name erzählt davon, dass die Ureinwohner des Gebietes, die Xinca-Indianer, im 16. Jahrhundert von den Spaniern als Sklaven verkauft wurden. Heute ist die Stadt Cuilapa die Hauptstadt des Departements Santa Rosa. Die Kathedrale ist dem Göttlichen Kind geweiht, das in Lateinamerika innig verehrt wird. Als „Santo Niño“ und „Niño Dios“ wird das Christuskind überall angerufen, um Hilfe angefleht und geliebt.
Aber auch in Guatemala, wo von 13 Millionen Einwohnern mehr als 10 Millionen katholisch sind, steht die Kirche vor großen Herausforderungen. Eine davon ist die starke Verbreitung von Sekten. Überall sieht man Sektentempel – sogar Garagen werden von verschiedenen Gruppierungen genutzt, um überall präsent zu sein. Mit falschen Versprechungen von Wohlstand und mit materiellen Geschenken werden die Menschen angelockt. Oft wird auch die Angst vor Naturkatastrophen ausgenutzt, um die Leute davon zu überzeugen, dass der Weltuntergang bevorsteht und sie sich retten können, wenn sie sich der Sekte anschließen und ihr Geld spenden. Viele fallen darauf herein. Manche sind später enttäuscht und kehren der Sekte wieder den Rücken zu, aber sie schämen sich, wieder zur katholischen Kirche zurückzukehren.
Ein wichtiges Mittel, um den Sekten zu begegnen, ist die Stärkung der typisch katholischen Frömmigkeit, die im Volk stark verwurzelt ist. Die Verehrung der Muttergottes, die Liebe zu den Heiligen, der Empfang der Sakramente und vor allem die Eucharistische Anbetung sind wichtig, damit die Katholiken nicht von ihren Wurzeln abfallen. Und auch das Gebet um Berufungen ist von größter Bedeutung, denn in Guatemala fehlt es an Priestern. Die Zahl der Priester ist seit hundert Jahren nicht gestiegen, während die Bevölkerung stark angewachsen ist. So gibt es in der Diözese Santa Rosa de Lima, die ihren Sitz in Cuilapa hat, für 339.000 Katholiken nur 11 Diözesanpriester. Außerdem hat Guatemala sehr unter Gewalt zu leiden. Vor allem der Drogenhandel führt zu einer hohen Zahl an Morden und Gewaltdelikten. In der einfachen Bevölkerung ist zudem der Alkoholismus weit verbreitet, weil viele Menschen den harten Alltag und ihre Armut zu vergessen versuchen. Diesen Herausforderungen muss die Kirche begegnen.
In Cuilapa soll Jesus Christus stärker präsent sein. Daher soll neben der Kathedrale vom Göttlichen Kind eine Anbetungskapelle entstehen, wo den ganzen Tag über das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt wird. Die Katholiken in der Stadt sind von dem Projekt begeistert. Sechzig Gläubige haben sich schon bereit erklärt, abwechselnd jeden Tag vor dem Heiligsten Sakrament zu beten.
Papst Benedikt XVI. weist immer wieder darauf hin, wie wichtig die Eucharistische Anbetung ist, da sie zur „Einheit mit dem lebendigen Herrn“ führt. Die Eucharistie ist „die Mitte des christlichen Lebens“ und die Gläubigen sollen die Eucharistische Anbetung wieder mehr pflegen und schätzen. Daher haben wir 10.000 Euro zugesagt, damit die Gläubigen in Cuilapa Christus im Heiligsten Sakrament in ihrer Mitte haben.
Spendennummer: 219-01-19

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