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Umbau des Pfarrhauses in katechetische Räume in der Heilig-Kreut-Pfarrei in Chapada do Norte, Nordostbrasilien

März 2010
Amerika Bauhilfe

In einige Dörfer seiner Pfarrei gelangt Pfarrer Franco Ramalho nur zu Pferd.

Gläubig sind die Menschen in der Heilig-Kreuz-Pfarrei in Chapata do Norte im Nordosten Brasiliens. Der größte Feiertag ist für sie das Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz. Viele ihrer Tänze und Gesänge haben die Gläubigen noch von ihren afrikanischen Vorfahren erhalten. Denn mehr als 80 Prozent sind Nachfahren schwarzer Sklaven. Das Portugiesische, das sie sprechen, ist teilweise noch mit Elementen aus afrikanischen Sprachen durchmischt. Bunt und froh ist auch ihre Kultur: Besonders beliebt sind die Batuques – Tänze zur Trommel, die in Brasilien heimisch wurden, noch bevor der Samba bekannt wurde.
Der frohe Glaube und die Lebensfreude der Menschen können aber nicht über ihre bittere Armut hinwegtäuschen. Zahlreiche Kinder sind unterernährt, viele sterben, und von denen, die überleben, schließen die wenigsten die Schule ab. Die Tatsache, dass viele Menschen nicht lesen und schreiben können, führt zu noch größerer Armut, und die Hoffnungslosigkeit bringt Alkoholismus, Drogenmissbrauch und eine hohe AIDS-Rate mit sich. Jugendliche hängen herum oder träumen von einem besseren Leben in größeren Städten. Dort verlieren viele von ihnen ganz den Boden unter den Füßen und enden in den immer mehr anwachsenden Slums. Pfarrer Luciano Franco Ramalho berichtet auch von den sogenannten „Witwen lebender Ehemänner“. Das sind die Frauen, deren Männer in die großen Städte wie Sao Paulo abgewandert sind, um dort Arbeit zu suchen. Die meisten Ehemänner schicken irgendwann kein Geld mehr nach Hause, gründen eine neue Familie und lassen ihre Frau und die Kinder im Elend zurück. Viele dieser verlassenen Ehefrauen sehen außer der Prostitution keine andere Möglichkeit, sich und ihren zumeist zahlreichen Kindern das nackte Überleben zu sichern.
Pfarrer Ramalho schreibt uns: „Als Priester tue ich hier, was ich kann. Ich nehme die Menschen an, helfe ihnen, höre ihnen zu und liebe diese Leute. Ich feiere die Messe in den 45 weit entfernt liegenden ländlichen Ortschaften, die ich über unbefestigte Landstraßen erreiche.“ Er besucht alte Menschen und Kranke, hat pastorale Kinder- und Jugendgruppen ins Leben gerufen, organisiert Hilfe für unterernährte Kinder und veranstaltet Katechese. Aber er hat ein Problem: Es gibt keine Räumlichkeiten, in denen sich die Gruppen treffen können. Dabei ist eine gute Kinder-, Jugend- und Familienpastoral die Grundlage dafür, dass die Menschen ein besseres Leben führen können. Zwar wird dadurch zunächst noch nicht die Armut beseitigt, aber Familien, die zusammenhalten, gleiten nicht ins Chaos ab, Jugendliche und Kinder, die die Frohe Botschaft Jesu Christi im Herzen tragen, verlieren nicht den Boden unter den Füßen und sind weniger anfällig für Drogen, Kriminalität und alles, was ihr Leben zerstört. Pfarrer Ramalho hat aber nur ein kleines, schlecht gebautes und marodes Haus zur Verfügung, in dem er lebt und das zugleich als Sekretariat und Empfangsraum dient. Für katechetische Treffen, Gruppen und Begegnungen ist es vollkommen ungeeignet, aber die Pfarrei ist zu arm, um den Umbau aus eigener Kraft in Angriff nehmen zu können. Das Haus soll teilweise abgerissen werden. Es sollen Räume für Katechese und Begegnungen entstehen. Außerdem solle s einen Raum geben, in dem der Pfarrer ratsuchende Menschen empfangen kann – er schreibt uns: „Jeden Tag kommen Menschen, die ein Wort suchen und die vom Priester erwarten, dass er für sie zum Licht wird“. Er bittet uns um Hilfe, um den Menschen helfen zu können, die ihm anvertraut sind.
Wir haben Pfarrer Luciano Franco Ramalho, der unter schwierigsten Bedingungen alles tut, um den Menschen in Chapata do Norte Licht zu bringen, 6.100 Euro versprochen.
Spendennummer: 212-01-19

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