Jetzt spenden!

Bau einer Kapelle in Niko

April 2010
Afrika Bauhilfe

Katechese im Freien.

Das Christentum schaut in Äthiopien, dem Land der Königin von Saba, auf eine fast zweitausendjährige Geschichte zurück. Fast jeder Christ kennt die Geschichte von der Taufe des Äthiopiers in der Apostelgeschichte (8,26-40). Bereits im Jahr 316 nach Christus gab es in Äthiopien den ersten Bischof, seit dem Jahr 500 ist das Mönchstum hier heimisch geworden. Die aus dem 12. Jahrhundert stammenden Felsenkirchen von Lalibela zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Heute sind fast 60 Prozent der Bevölkerung des nordostafrikanischen Landes Christen. Die meisten davon gehören der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche an. Nur rund 0,8 Prozent sind Katholiken. Die katholische Kirche leistet jedoch 90 Prozent der sozial-karitativen Arbeit in dem nordost-afrikanischen Land.
In dem Dorf Niko im Apostolischen Vikariat Gambella ist die katholische Kirche erst seit 2008 segensreich tätig, aber in kurzer Zeit wurde ein blühendes Apostolat aufgebaut. Die Kirche tut zudem viel dafür, um den Menschen dabei zu helfen, ihre Lebensumstände zu verbessern. Die Ortschaft liegt 800 Kilometer westlich der Hauptstadt Addis Abeba und hat 4500 Einwohner. In der Regenzeit, die von Juni bis September dauert, wird ein Großteil der am Ufer eines Flusses gelegenen Ortschaft überflutet und ist kaum noch zugänglich. Malaria ist weit verbreitet, und die wenigsten Menschen können lesen und schreiben. Die ganze Region ist vernachlässigt, die Bevölkerung lebt in großer Armut. Zudem gibt es Konflikte zwischen den einzelnen Stämmen. Die meisten Leute gehören bis heute traditionellen Stammesreligionen an. Viele interessieren sich jedoch für die Frohe Botschaft Jesu Christi und möchten mehr darüber erfahren.
Petros Tesfaye, der Pfarrer, schreibt uns: „Die katholische Kirche ist die Kirche, die alle Stämme vereint. (...) Die Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze, aber sie sind sehr glücklich, katholische Christen zu sein, und ihr Glaube ist stark. Die Zahl der Katechumenen nimmt immer mehr zu.“ Für ihn ist es besonders wichtig, dass die Armen und Benachteiligten erfahren, dass sie als Kinder Gottes eine Würde haben. Bislang unterrichtet er die vielen Menschen, die sich inzwischen bereits taufen lassen wollen, im Schatten eines Baumes. Zur Zeit bereiten sich 375 Personen auf die Taufe und die Erstkommunion vor. Auch in anderen Dörfern bitten Menschen darum, im katholischen Glauben unterwiesen zu werden.
Der Priester möchte nun in Niko abseits von den in der Regenzeit überschwemmten Gebieten eine Kapelle errichten, damit der Unterricht und die Gottesdienste nicht mehr unter freiem Himmel stattzufinden brauchen. Vor allem in der Regenzeit brauchen die Gläubigen ein Dach über dem Kopf, aber auch dann, wenn die Sonne unbarmherzig brennt. Der Baum spendet zu wenig Schatten. Außerdem fühlen sich die Gläubigen benachteiligt, wenn sie keinen Raum haben, wo sie Gott verehren können. Gerade in Afrika haben die Menschen ein tiefes Bewusstsein für heilige Räume.
Die Einwohner von Niko sind bereit, mit ihrer Hände Arbeit an dem Kapellenbau mitzuwirken. Sie wollen Holz, Steine, Sand herbeischleppen und sich am Bau beteiligen. Sie sind auch bereit, von dem wenigen Geld, das sie zur Verfügung haben, etwas zu spenden, damit Gott in ihrer Mitte ein Haus haben wird. Aber die bescheidenen Mittel reichen nicht aus, und so bittet Pfarrer Petros Tesfaye uns um Hilfe. Wir wollen ihn und seine Gläubigen nicht enttäuschen. 15.000 Euro haben wir ihm versprochen. Wer hilft mit?
Spendennummer: 118-01-19

Burkina Faso: „Blutiger Beginn der Adventszeit“ - „Kirche in Not“ zeigt sich bestürzt über anhaltende Gewalt gegen Christen

Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ ist entsetzt über einen erneuten Anschlag auf eine christliche Kirche in Burkina Faso. Wieder wurden Christen an einem zeitlich neuralgischen Punkt, nämlich zu Beginn des Kirchenjahres, getroffen. Was schon bei den schrecklichen Osteranschlägen im April 2019 auf Sri Lanka passiert ist, setzt sich fort: Terroristen...

» weiterlesen

Red Wednesday - Tausende Kirchen, Monumente und Gebäude werden rot angestrahlt, um weltweit auf das Schicksal der bedrohten und verfolgen Christen aufmerksam zu machen

Um auf das Schicksal von Millionen verfolgter und bedrohter  Christen weltweit aufmerksam zu machen, wurden im Rahmen der weltweiten Aktion „Red Wednesday“ in den vergangenen Jahren in mehreren Ländern berühmte, öffentliche Gebäude und Kirchen blutrot angestrahlt. Die Events in diesem Jahr finden auf vier Kontinenten statt.  Den Anfang machte...

» weiterlesen