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Ausbildung von 200 Katecheten für die Militärseelsorge

April 2010
Afrika Theologische Ausbildung

Heilige Messe der Soldaten mit dem Bischof von Goma

Seit 1996 wurden in der Kivu-Region im Osten der Demokratischen Republik Kongo mehr als 5 Millionen Menschen ermordet. Unvorstellbar brutale Massaker, Massenvergewaltigungen, Brandanschläge, Entführungen und Plünderungen sind bis heute an der Tagesordnung. Die internationale Presse jedoch nimmt diesen Konflikt kaum zur Kenntnis. Fast niemand weiß, dass es sich um die kriegerische Auseinandersetzung handelt, die seit dem Zweiten Weltkrieg am meisten Menschenleben gekostet hat. Ursache dieser Tragödie ist die Gier nach Bodenschätzen, denn in der Region gibt es große Vorkommen an Kupfer, Uran, Kobalt, Zink, Wolfram, Zinnerz, Gold und Diamanten. Vor allem finden sich hier jedoch 80 Prozent des gesamten Coltanvorkommens der Erde. Dieses Metall ist aufgrund seiner hohen Hitzebeständigkeit und Leitfähigkeit aus der Herstellung moderner Computer, Mobiltelefone und Weltraumstationen nicht mehr wegzudenken. Wer die Kontrolle über diese Bodenschätze hat, hat sehr viel Macht. Menschenleben spielen in diesem Kampf keine Rolle. Nicht nur die Rebellen zeichnen sich durch große Brutalität aus, sondern ebenso auch die kongolesischen Regierungstruppen. Umso bedeutungsvoller ist ein Projekt, das die Diözese Goma ins Leben gerufen hat, um die Angehörigen der Armee seelsorglich zu betreuen. Die Soldaten sollen in den Geist des Evangeliums eindringen, ihr Gewissen weiterentwickeln und Werte lernen, die ihr Handeln bestimmen sollen. Dies ist eine wertvolle Investition in eine bessere Zukunft der blutdurchtränkten und leidgeprüften Kivu-Region. Die Diözese hat damit schon gute Erfolge erzielt und möchte daher noch weitere 200 Katecheten ausbilden, die den Soldaten dabei helfen sollen, sensibel zu werden für Gottes Willen und die Würde des Menschen und ihre Taten immer mehr am Geist des Evangeliums auszurichten. Es werden viele Katecheten gebraucht, denn zahlreiche Orte sind aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse nur schwer zu erreichen, und so kann ein Katechet nicht zugleich an mehreren Orten tätig sein.
Papst Benedikt XVI. sagte in seiner Predigt zum Auftakt der Sonderbischofssynode für Afrika, die im vergangenen Oktober in Rom stattfand: „Durch ihr Werk der Evangelisierung und der menschlichen Förderung kann die Kirche gewiss einen großen Beitrag für die ganze Gesellschaft in Afrika leisten (...). Die Kirche, eine Gemeinschaft von Personen, die mit Gott und untereinander versöhnt sind, ist berufen, Prophezeiung und Sauerteig der Versöhnung zwischen den verschiedenen ethnischen, linguistischen und auch religiösen Gruppen zu sein (...).Wenn es offen ist für die erlösende Gnade des auferstandenen Herrn, wird Afrika immer mehr von seinem Licht erleuchtet werden, und wenn es sich vom Heiligen Geist leiten lässt, wird es zum Segen für die Universalkirche werden und einen eigenen, qualifizierten Beitrag leisten zum Aufbau einer gerechteren und brüderlicheren Welt.“
Um dies zu erreichen, setzt die Diözese Goma da an, wo es am dringendsten ist: bei denen, von deren innerer Verfassung und Einstellung es abhängt, ob sie in ihrem militärischen Dienst zu Massenmördern oder zu Dienern der Gerechtigkeit und des Friedens werden.
Wir haben 15.000 Euro versprochen.
Spendennummer: 115-07-49

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