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Renovierungsarbeiten in der syrisch-katholischen Pfarrei von Bethlehem

April 2010
Amerika Bauhilfe

Kirche und Pfarrzentrum in Bethlehem.

Der Exodus von Christen aus dem Heiligen Land, die ins Ausland auswandern, reißt nicht ab. Waren in den 1940 er Jahren noch 80 Prozent der Einwohner Bethlehems Christen, sind es heute kaum mehr als 10 Prozent. Wenn es aber eines Tages im Heiligen Land keine Christen mehr geben sollte, wäre es kein Heiliges Land mehr, sagt Marie-Ange Siebrecht, die in unserem Hilfswerk den Nahen Osten betreut. „Die Heiligen Stätten sind wichtig, aber die lebendigen Steine sind die Christen. Und diesen Menschen muss man helfen zu bleiben. Wir müssen ihnen beistehen!“, appelliert sie an alle Christen in der westlichen Welt.
Die meisten Christen wollen ihre Heimat gar nicht verlassen. Stimmen wie diese gibt es in Bethlehem viele: „Es bedeutet mir sehr viel, in der Stadt Davids geboren zu sein, in Bethlehem, wo Jesus zur Welt gekommen ist. Ich möchte mein Land nicht verlassen, das Land meiner Väter, mein Haus, meine Familie, alles ist hier!“Aber viele sehen keine andere Möglichkeit, denn die Menschen in der Region von Bethlehem leben wie in einem Gefängnis. Sie können kaum irgendwohin gelangen, ohne auf Checkpoints zu stoßen. Selbst die Kleinsten spüren dies schon. Wenn man Kinder befragt, die auf der Straße spielen, sagen sie: „Früher haben wir auch auf der anderen Seite gespielt, aber dann haben sie die Mauer gebaut, damit wir nicht mehr auf die andere Seite gehen können. Wir sind eine Familie, die eine Hälfte ist hier, die andere ist dort. Auf der anderen Seite spielen auch Kinder, aber wir können nicht mehr zusammen spielen.“
Die Erwachsenen wissen kaum, wie sie ihre Familien ernähren sollen. In Bethlehem gibt es kaum Arbeit, aber mehr als zwei Drittel der Einwohner haben keine Möglichkeit, aus der Stadt herauszukommen, um woanders einem Beruf nachgehen zu können. Ein Christ aus Bethlehem sagt: „Wir leben fünf Minuten von Jerusalem entfernt, aber wir können nicht hingehen! Man behandelt uns wie Terroristen!“
In der Kirche erleben die Gläubigen jedoch, dass sie hier im Heiligen Land beheimatet sind. Je tiefer sie in ihrer Pfarrei verwurzelt sind und je mehr Gottesdienste, Andachten und auch soziale Aktivitäten und gemeinsame Feiern dort stattfinden, desto eher bleibt auch die Jugend im Land. Dazu müssen jedoch die Räumlichkeiten geeignet sein.
Dies syrisch-katholische Pfarrkirche in Bethlehem, zu der auch ein Pfarrzentrum sowie die Wohnung der Priester gehören, bedarf dringend der Restaurierung, um den Bedürfnissen der Gemeinde zu entsprechen. Wir wollen mit 20.000 Euro helfen, denn wir erinnern uns daran, was Pater Werenfried, der Gründer unseres Hilfswerkes, im Jahr 1956 nach seiner Reise ins Heilige Land schrieb:. „Ich war für unser Werk im Heiligen Land, im Land, wo Hügel, Wege und Dörfer von den Spuren des Heilands gezeichnet sind, wo Jesus und Seine heilige Mutter gelächelt und geweint haben. Dürrer Weinberg, wo Gott in Not war und wo die Kirche auch jetzt noch das Leiden und den Tod des Gekreuzigten in ihren Gliedern trägt.“ Diese Kirche unterstützen wir bis heute.
Spendennummer: 321-01-19

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