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Ausbildungshilfe für 59 Seminaristen am Missionsinstitut San Juan Eudes in Mosquera

April 2010
Amerika Theologische Ausbildung

Priesterweihe von 5 Seminaristen aus dem Missionsinstitut San Juan Eudes in der Kathedrale von Cucuta.

Seit Jahrzehnten befindet sich Kolumbien in einer immerwährenden Krise: Immer wieder kommt es zwischen Polizei, Militär, Drogenkartellen und Guerilla zu heftigen Gefechten. Die Folgen sind dramatisch: Korruption, eine hohe Inflationsrate, Tausende von Flüchtlingen im eigenen Land. Fast jeder Kolumbianer oder zumindest ein Familienangehöriger hat schon Gewalt erlebt. Die Menschen leben in ständiger Angst und können kein normales Leben führen. Neben der im Westen bekannten Terror-Organisation FARC gibt es weitere links- und rechtsextremistische bewaffnete Gruppen, die Nötigung, Gewalt und Tod über die Menschen bringen, berichten uns Vertreter der Kirche. Da der Staat in politische Auseinandersetzungen verwickelt ist, ist er nicht in der Lage, in den unterentwickelten ländlichen Gebieten, die am meisten Unterstützung benötigen, Hilfe zu leisten. In manchen Gebieten Kolumbiens gibt es nicht einmal Straßen – nur per Boot sind die Ortschaften in manchen Regionen erreichbar.
Überall im Land tut die Kirche jedoch, was in ihren Möglichkeiten steht. Aber auch sie bleibt nicht ungeschoren, denn so mancher geistliche Würdenträger wurde bereits verschleppt, und immer wieder werden Priester ermordet.
Dennoch hält die Kirche unermüdlich und unerschrocken an ihrem Engagement fest und verbindet die pastorale Sorge für die Menschen mit sozialem Einsatz. Darin sehen auch die 59 Seminaristen ihre Berufung, die sich im Missionsinstitut San Juan Eudes in Mosquera darauf vorbereiten, eines Tages als Missionare im eigenen Land und teilweise auch im Ausland Gott und den Menschen dienen zu können. So sind manche der ehemaligen Seminaristen heute beispielsweise schon in Peru tätig, wo der Priestermangel extrem ist. Aber auch in Kolumbien gibt es für sie viel zu tun.. Ein kolumbianischer Bischof sagte uns: „Aufgabe der Kirche ist es, Instrument des Friedens und prophetische Stimme für Gerechtigkeit und Wahrheit zu sein – eine Stimme vor allem für die Armen und Leidenden. Der Friede in Kolumbien soll nicht ein Friede der Gräber sein, sondern ein lebendiger Friede, an dem alle Seiten mitwirken müssen. Die Botschaft der Kirche wird zwar respektiert, leider wird ihr aber zu wenig Gehör geschenkt“. Die zukünftigen Priester wollen diesem Frieden, dem Frieden Christi, dienen.
Anfang des Jahres wurden zwei Priester und sechs Diakone geweiht. Die anderen jungen Männer studieren noch fleißig, um dieses Ziel zu erreichen. Und es gibt bereits neue Kandidaten, die in diesem Jahr in das Institut eintreten möchten. Sie möchten dazu beitragen, dass Kolumbien ein Land wird, das von der Frohen Botschaft Jesu Christi geprägt wird und darauf eine bessere, friedlichere Zukunft aufbauen kann.
Aber ohne Unterstützung aus dem Ausland können die angehenden Priester ihre Ausbildung nicht fortsetzen. Wir haben ihnen daher für dieses Jahr wieder 4200 Euro versprochen.
Spendennummer: 214-02-79

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