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Umbau eines Hauses in ein Altersheim für Ordensschwestern in Ruzomberok

April 2010
Europa Bauhilfe

Früher haben die Schwestern anderen geholfen, heute sind sie alt und benötigen selbst Hilfe. Sie werden liebevoll betreut.

Von den 5,4 Millionen Slowaken sind etwa sechzig Prozent Katholiken. Die Hälfte davon geht sonntags zur Kirche, vier bis fünf heilige Messen am Sonntagvormittag sind deshalb die Regel. Manche Menschen lassen sich noch im Erwachsenenalter taufen. Aber die Kirche in der Slowakei steht auch vor gesellschaftlichen Herausforderungen. Der Bischof von Spis, Frantisek Tondra, macht sich große Sorgen, weil in der slowakischen Gesellschaft die christlichen Werte immer stärker untergraben werden. Besonders die Massenmedien, von denen sich manche noch immer in den Händen von Kommunisten befinden, prägen und verbreiten ein relativistisches und liberalistisches Weltbild. Auch die Haltung „Gott ja, aber Kirche – nein“ verbreitet sich immer mehr, vor allem, da manche Medien, wie es auch im Westen der Fall ist, kleine oder auch nur vermeintliche Fehler der Kirche aufbauschen und über das Positive nicht berichten.
Den Beitritt der Slowakei zur EU hat dazu geführt, dass Kräfte in der Gesellschaft den EU-Beitritt als Vorwand missbrauchen, um bestimmte Bestrebungen (wie die Forderung nach Euthanasie oder nach der „Ehe“ von Homosexuellen) voranzutreiben, auch wenn die EU dies gar nicht zur Bedingung macht. In dieser gesellschaftlichen Situation braucht die Kirche den Einsatz von Menschen, die der Gesellschaft mit ihrem Lächeln und ihrer Liebe das wahre Antlitz Gottes zeigen.
Besonders wichtig und fruchtbar ist daher das Wirken und das Zeugnis von Ordensfrauen, die den Menschen in der Slowakei die Liebe Gottes nahe bringen. So sind beispielsweise154 Barmherzige Schwestern des heiligen Vinzent in der Slowakei segensreich tätig. Bereits 1975, also noch in kommunistischer Zeit, gründeten sie die „Familie der Heiligen Jungfrau“, einen Verein, der heute mehr als einhunderttausend Kranke, Behinderte, Senioren, Häftlinge sowie Menschen, die ihnen helfen wollen, vereint. Die Schwestern organisieren Pilgerfahrten nach Lourdes, besuchen Kranke, leiten ein Briefapostolat, stehen den Menschen in ihren Nöten zur Seite. Außerdem leiten die Schwestern seit 1991 eine Grundschule in Ruzomberok. Dort werden besonders benachteiligte Kinder aus schwierigen Verhältnissen unterrichtet. Darunter sind auch viele, die besonderer pädagogischer Förderung bedürfen. Zur Zeit besuchen 355 Kinder die Schule des heiligen Vinzent. Im Dezember 2005 haben die Ordensfrauen in Trecin zudem ein Hospiz gegründet. Gemeinsam mit Laien betreuen Schwestern, die ausgebildete Ärztinnen und Krankenschwestern sind, hier schwerstkranke und sterbende Menschen. Liebevoll begleiten sie auch die Verwandten der Patienten bei ihrem schweren Abschied von Familienangehörigen und Freunden.
Aber auch unter den Ordensfrauen gibt es mittlerweile viele, die bereits ein gesegnetes Alter erreicht haben und selbst der Betreuung bedürfen. Die Klostergebäude, in denen sie leben, sind jedoch nicht behindertengerecht und nicht dafür ausgestattet, dass ältere, behinderte und gebrechliche Schwestern dort gepflegt werden können.
Der Orden plant also, ein Haus im Ruzomberok für die Bedürfnisse pflegebedürftiger Schwestern umzubauen. Wer hilft mit, dass die Ordensfrauen, die ein Leben lang anderen geholfen haben, nun im Alter selbst die Fürsorge erfahren, die sie anderen gegeben haben? Wir haben 20.000 Euro versprochen.
Spendennummer: 443-05-19

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