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Existenzhilfe für 27 Schwestern und deren Pastoralarbeit in der Diözese Sáenz Peña

Mai 2010
Amerika Existenzhilfe

Schwestern in der Diözese San Roque de Presidencia Roque Sáenz Peña backen Brot.

Seit mehreren Jahren unterstützt „Kirche in Not“ die pastorale Arbeit von Schwestern in der Diözese San Roque de Presidencia Roque Sáenz Peña. Diese Diözese gehört „zu den ärmsten Diözesen Argentiniens überhaupt“ sagt Ulrich Kny, Länderreferent für Lateinamerika. Sáenz Peña liegt in einem schlecht erschlossenen Gebiet Nordargentiniens, dem sogenannten Chaco, einer Region aus Trockenwäldern und Savannen. 23 Pfarreien gehören zur Diözese, vielen fehlt es an einer ausreichenden Infrastruktur. Für die 34 Priester der Diözese stellt die Arbeit von etwa 85 aktiven Ordensschwestern eine unschätzbare Hilfe dar. „Da es in einigen Pfarreien keinen residierenden Priester gibt, erfüllen die Ordensschwestern wichtige pastorale und sozial- karitative Aufgaben“ erläutert Kny.
In diesem Jahr benötigen 27 Schwestern aus neun Gemeinschaften Existenzhilfe, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Unter ihnen ist die Benediktinerin Ivone Saldanha, die in einem Heim für Straßenkinder arbeitet, sowie Marta Graciela, die als Missionsschwester die verschiedenen Indianerstämme in ihren unzugänglichen Dörfern im Chaco besucht. Hier leben die Nachkommen verschiedener Indianerstämme, seit Jahren marginalisiert, in erbärmlichen Zuständen. Ihre Häuser bestehen oft aus einfachen Planen, die zwischen die Bäume gespannt werden. Zusammengebundene Holzstöcke bilden die Schlafunterlage. Ihre Kinder leiden an Unterernährung, viele sind bis auf die Knochen abgemagert, ihre Mahlzeit besteht aus von im Wasser aufgeweichtem Mehl. Bevor Mitte des 20. Jahrhunderts Missionare das Chaco betraten, lebten die Indianervölker nomadisch. Heute ernähren sie sich weiterhin als Jäger und Sammler. Sich ausbreitende Agrarkonzerne schränken ihre Lebensweise jedoch mehr und mehr ein, da sie den Wald roden, um im großen Stil Soja anzubauen. Zudem fressen die Rinder und Ziegen der Kleinbauern den Wald kahl. Diese Bedrohung für die Indianervölker wird sich so schnell nicht ändern, denn in den letzten Jahren ist das Klima im Chaco feuchter geworden und der Boden fruchtbarer. Die Landrechte der Indianer allerdings sind bis heute ungeklärt. Die argentinische Regierung ratifizierte eine Übereinkunft, die den indigenen Völkern Schutz und das Recht auf ihr Land garantiert. Diese Konvention wird jedoch von Provinzregierung und Agrarkonzernen missachtet. Bis auf weiteres müssen die Indianer daher immer weiter laufen, um Feuerholz zu holen. Ihnen droht der Hungertod.
Schwestern wie Ivone Saldanha und Marta Graciela stehen an der Seite dieser extrem armen Bevölkerung. Sie geben alles, damit deren Not gelindert wird. Msgr. Hugo Nicolás Barbaro, Bischof der Diözese San Roque, hatte bei einem Besuch von „Kirche in Not“ betont, dass die Hilfe für die Schwestern unverzichtbar sei. Barbaro bedankt sich ausdrücklich bei allen Spendern: „Einmal mehr möchte ich meinen Dank gegenüber Kirche in Not und seine Wohltäter ausdrücken, die eine unschätzbare Hilfe für unsere Aufgaben in dieser Region leisten. Ich nehme Sie mit in meine Gebete und bitte den Herrn, Sie zu segnen“. Kirche in Not“ möchte der Diözese 12.400 Euro spenden. Helfen Sie den Geistlichen und den Schwestern in Presidencia Roque Sáenz Peña dabei, für die extrem Armen in dieser Region eine bessere Lebensgrundlage zu schaffen.
Spendennummer: 209-05-39

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