Jetzt spenden!

Ein Auto für die Seelsorge in der Südukraine

Mai 2010
Europa Motorisierung

Pfarrer Ihor Vorona ist neben seinen anderen vielen Aufgaben auch als Militärseelsorger tätig.

Es kann als ein Wunder angesehen werden, dass die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine noch existiert. Die Chancen dafür standen denkbar schlecht, denn im Jahre 1946 wurde sie von den Kommunisten zwangsweise aufgelöst, und ihre Bischöfe, Priester und Gläubigen wurden in grausamster und brutalster Weise verfolgt, so dass die Zahl der Märtyrer in die Tausende geht. Im Untergrund lebte diese Kirche jedoch durch den Mut, das Engagement und die Treue ihrer Gläubigen und durch die Gnade Gottes weiter.
Pater Werenfried, der Gründer unseres Hilfswerkes, war immer ein Freund dieser seit 1596 wieder mit Rom unierten Kirche, und Lubomyr Kardinal Husar, das Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche, sagte einige Jahre nach der politischen Wende über das Werk „Kirche in Not“: „Heute kann man offen aussprechen, dass Sie bis zur Wende die einzige kirchliche Organisation waren, die der Kirche in der Ukraine Hilfe zukommen ließ, und dass Sie der größte Wohltäter der Ukrainischen Kirche geblieben sind.“
Erst 1989 konnten die Gläubigen aus dem Untergrund hervorkommen und ihren Glauben wieder öffentlich bekennen, und die Kirche baut seitdem ihre Strukturen wieder auf. Viel wurde schon geschafft, aber es gibt noch immer viel zu tun. Ein Strahl der Hoffnung besteht darin, dass es nach der politischen Wende viele Berufungen gibt.
Pfarrer Ihor Vorona ist einer der jungen Priester, die heute das Leben der griechisch-katholischen Kirche prägen und in die Zukunft tragen. Er ist 30 Jahre alt, erst seit vier Jahren ist er Priester, aber er ist bereits für drei Pfarreien im Süden der Ukraine verantwortlich. Immer mehr Menschen kommen zu den Gottesdiensten. Er bereitet Erwachsene auf die Taufe, die Ehe und die Beichte vor, besucht die Gläubigen, von denen viele weit verstreut in verschiedenen Dörfern leben, spricht mit ihnen über den Glauben und über ihre Nöte, erteilt Kindern Katechismusunterricht, ist in der Militärseelsorge tätig und betreut zudem den Bau seiner Pfarrkirche. Eigentlich müsste er an mehreren Orten gleichzeitig sein, aber für ihn ist es schon schwierig, an all die Orte, die er an einem Tag erreichen muss, zu gelangen, denn er hat kein Auto. Sein Bischof, Vasyl Ivasyuk, bittet uns daher um Hilfe für Pfarrer Vorona, den er als „aktiven und zuverlässigen jungen Priester mit Missionsgeist“ beschreibt. Wir haben 5.500 Euro für ein Auto versprochen, damit die Gläubigen nicht auf ihren Priester zu warten brauchen und der große Einsatz von Pfarrer Vorona nicht dadurch gebremst wird, dass er nicht dorthin gelangt, wo er gebraucht wird.
Spendennummer: 438-01-29

BATNAYA: Das letzte Dorf in der Ninive-Ebene erhebt sich aus der Asche der islamistischen Zerstörung.

Die Stadt Batnaya befindet sich im Nordirak, etwa 24 km von Mosul entfernt. Vor der Ankunft des ISIS lebten dort 950 Familien, die allesamt chaldäisch-katholisch waren. Durch das Dorf verlief die Frontlinie zwischen ISIS und Peschmerga. Es war zweifellos einer der Orte, der am stärksten von den Kämpfen, von der Invasion islamischer Terroristen und den Bombenangriffen der Truppen der...

» weiterlesen

Mosambik: Es droht eine Hungersnot

Die Angriffe im Norden Mosambiks haben bereits mehr als 500 Tote und Tausende von Vertriebenen verursacht, so Bischof Luiz Fernando Lisboa von Pemba in einem Exklusivinterview mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT. Die Welle der Gewalt, die seit Oktober 2017 den Norden Mosambiks erschüttert, wird offensichtlich nicht so bald enden. 

» weiterlesen