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Unterstützung der Jugendtage 2010 in Panevezys

Juni 2010
Europa Theologische Ausbildung

Jurate, Jolita, Angelika und Renate sind auf den Jugendtagen Freunde geworden.

„Viele Jugendliche im Osten sind nach der Wende sehr einsam, hoffnungslos, ohne Glauben und Ideale“, sagt seine Exzellenz Jonas Kauneckas, Bischof von Panevezys in Litauen. Damit bringt er die Herausforderungen, vor der nicht nur die litauische Kirche steht, auf den Punkt: Die Jugend, die Zukunft der Kirche, stärken. Umso wichtiger sind die jährlichen Jugendtage, groß angelegte Treffen für junge Menschen. Während dieser Tage entsteht zwischen den Jugendlichen eine Verbundenheit und Gemeinschaft, die sie trägt und ihnen im Alltag Kraft gibt. Den Startschuss für die Jugendtage in Litauen gab Papst Johannes Paul II bei seinem Besuch in Litauen im Jahr 1993. Mit seinem jugendlichen Charme begeisterte er die jungen Litauer und Litauerinnen. Ab 1997 fanden dann im drei bzw. vier Jahresabstand weitere Jugendtage statt. So etwa in der Hauptstadt Vilnius, wo 5.000 Jugendliche teilnahmen. 2004 gab es ein Zusammentreffen in Siauliai, unweit des berühmten Kreuzberges, dem Nationalheiligtum und katholischen Wallfahrtsort an der Straße nach Riga. Im Jahr 2007 kamen bereits 7.000 junge Menschen zu den Jugendtagen nach Klaipeda. Dieses Jahr soll das Treffen in der nordlitauischen Stadt Panevezys stattfinden. 10.000 katholische Jugendliche werden erwartet.
Das Programm ist vielfältig. Neben Beichte, Anbetung und Gottesdiensten werden Gruppengespräche und Konzerte christlicher Musiker angeboten. Ein junges Team von Gläubigen der Diözese organisiert die Jugendtage, die unter dem Bibelwort „Steh auf und geh“ stehen (Mk 2,11 – die Heilung eines Gelähmten). Dieses Motto, wie auch der Hymnus und das Logo, haben die Jugendlichen über Internet selbst ausgewählt. Es ist eine Anspielung darauf, dass sich viele junge Menschen gelähmt fühlen. Bischof Kauneckas sagt dazu: „Wir versuchen, soziale Probleme zu besprechen. Es ist sehr wichtig für die jungen Menschen, Wege aus Drogen, Alkohol und Sexualismus aufzuzeigen. Bei uns gibt es viele asoziale Familien. Die Kinder und Jugendlichen in solchen Familien brauchen Hilfe und Unterstützung“.
Die Vorbereitung auf die Tage beginnt in den verschiedenen Gemeinden. In den nächsten Wochen tragen die Gläubigen ein Kreuz von Gemeinde zu Gemeinde und dann auch in Schulen, Kinderheime, Gefängnisse und Krankenhäuser. Zusätzlich haben sich die Jugendlichen Wettbewerbe ausgedacht, um auf die Jugendtage aufmerksam zu machen. Kinder und Jugendliche wurden aufgefordert, Aufsätze über ihren Glauben und ihr Leben zu schreiben oder Holz-, Stoff-, und Keramikarbeiten sowie Bilder zum Thema erstellen. Die schönsten Ergebnisse erhalten eine Prämie. Auch in Lettland, Estland, Weißrussland, Polen und westlichen Ländern lädt das Vorbereitungsteam junge Menschen zu den Jugendtagen ein.
Obwohl es sich nur um zwei Tage handelt: Eine Veranstaltung wie diese kostet viel. Die Jugendlichen müssen versorgt und untergebracht, Materialien für Liederhefte und Gebetszettel und etliches mehr eingekauft werden. Gerade Jugendliche aus Osteuropa haben jedoch nicht viel Geld. Die Diözese möchte sie nicht abweisen und einen Teil ihrer Reisekosten übernehmen. Doch allein die Ausgaben für die Visa strapazieren das Budget der Diözese. Trotz der eigenen Mittel und Spenden der litauischen Gläubigen sind sie auf unsere Hilfe angewiesen. Wir haben dem Bischof von Panevezys 15.000 Euro versprochen. Unterstützen Sie die Jugend in Litauen und Osteuropa, damit Sie in ihrem Glauben gestärkt zu ihren Familien zurückkehren und ihrem Umfeld ein echtes Zeugnis sein können.
Spendennummer: 436-20-49

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