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Existenzhilfe für 73 römisch-katholische und 5 griechisch-katholische Schwestern der Diözese der Verklärung des Herrn in Novosibirsk für 2010

August 2010
Europa Existenzhilfe
Die Diözese der Verklärung des Herrn mit Sitz in Novosibirsk erstreckt sich über ein Gebiet von 2 Millionen Quadratkilometern. Wie viele Katholiken es gibt, ist nicht genau bekannt, Schätzungen zufolge sind es ein paar hunderttausend Menschen, die katholische Wurzeln haben – vor allem unter den Menschen, die deutsch-, polnisch- oder ukrainischstämmig sind oder anderen Volksgruppen angehören, die in der Vergangenheit nach Sibirien deportiert oder umgesiedelt wurden. Das bedeutet aber nicht, dass sie alle als Katholiken leben, sondern es bedeutet lediglich, dass ihre Vorfahren katholisch waren. Nur 10.000 Menschen kommen zur Zeit in der Diözese sonntags zur Heiligen Messe.
Es gibt 60 Pfarreien und 25 Orte, an denen Schwestern oder Priester leben, die von dort aus riesige Gebiete betreuen. Oft gibt es an einem Ort nur eine winzige Gemeinde, bisweilen sogar nur eine einzige katholische Familie. Die nächsten Katholiken leben Hunderte Kilometer entfernt. Es versteht sich von selbst, dass nicht überall, wo es solche Mikrogemeinden gibt, Kirchen gebaut werden können, und selbst wenn es möglich wäre, gäbe es zu wenige Priester, um sie zu betreuen. Bislang gibt es nur 20 Gotteshäuser. Die Messe wird noch immer vielerorts in den Wohnungen von Gläubigen gefeiert.
In der Diözese der Verklärung des Herrn gibt es auf diesem riesigen Gebiet 50 Priester. Davon stammen nur zehn aus Russland. Die seelsorgliche Betreuung der Gläubigen ist für das Überleben der katholischen Kirche aber von fundamentaler Bedeutung, denn es besteht die Gefahr, dass die innere Bindung an die Kirche dahinschwindet und der Glaube verdunstet. Dies ist der Beginn eines Teufelskreises, denn wo der Glaube verschwindet, gibt es auch keine geistlichen Berufungen, wenn es aber keine Priester gibt, können noch weniger Menschen seelsorglich betreut werden, so dass noch mehr Menschen sich von der Kirche entfernen und der Nährboden für einheimische Berufungen noch mehr schrumpft. Umso wichtiger ist hier die Arbeit der Ordensfrauen, die einen großen Teil der Seelsorge und der Katechese tragen. In der Diözese der Verklärung des Herrn sind Schwestern verschiedener Gemeinschaften tätig: Pallotinerinnen, Missionarinnen der Nächstenliebe vom Orden Mutter Teresas, Elisabethschwestern und noch mehrere andere. Oft fahren Schwestern in abgelegenen Orte, halten Wortgottesdienste und bereitet die Kinder auf die Erstkommunion vor. Von jeher waren es in Sibirien Frauen, die den Glauben über die Zeiten der Verfolgung hinweggerettet haben. Nun tragen sie voller Hingabe zum Wachstum und zur Stabilisierung der kleinen Gemeinden bei.
Die Liste der guten Taten, die alle 73 römisch-katholischen und die 5 griechisch-katholischen ukrainischen Schwestern in der Diözese der „Verklärung des Herrn“ tagtäglich tun, ist lang: Hier ist es eine warme Suppe für Obdachlose, dort bringen sie Kindern, um die sich niemand kümmert, das Lachen zurück, sie stehen Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite, trösten Betrübte, schenken Sterbenskranken Trost und ein würdiges Ende, sie geben ehemaligen Straßenkindern ein neues Zuhause, pflegen Behinderte und erkennen in all den Notleidenden Christus, der sich in den Geringsten der Seinen verbirgt. Vor allem bringen sie aber das Wort Gottes zu den Menschen, die in der langen Zeit der Verfolgung während des kommunistischen Regimes ihren Glauben nicht frei leben durften, sondern Angst davor haben mussten, in einem der gefürchteten Straflager zu enden. Sie tun all dieses still und demütig, aber für unzählige Menschen sind sie gute Engel - auch für die Priester, denn diese könnten ihren Dienst ohne die Hilfe der gottgeweihten Frauen kaum verrichten. Unterstützt werden all diese guten und wichtigen Aktivitäten von dem Gebet der drei Karmelitinnen, die im Jahr 2002 in Novosibirsk ihr kontemplatives Kloster gegründet haben. Zu ihnen kommen oft Gläubige, um mit ihnen zu beten.

Schwestern, die in der Diözese der Verklärung des Herrn mit Sitz in Novosibirsk tätig sind.

Alle diese Schwestern in der Diözese der Verklärung des Herrn sind auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen, denn ohne unsere Hilfe könnten sie ihren aufopferungsvollen Dienst nicht tun. Euro.Bischof Joseph Werth schreibt uns: „Diese Hilfe ist wirklich für alle unsere Gemeinschaften eine große Unterstützung, und ich bin Ihnen, ebenso wie die Schwestern in meiner Diözese, sehr dankbar, dass wir diese Hilfe bisher immer erhalten haben“. Auch in diesem Jahr unterstützen wir die Schwestern daher mit 39.000 Euro.
Spendennummer: 427-05-39

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