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Ausbildungshilfe für die Novizinnen der „Kleinen Schwestern von der Darstellung Mariens im Tempel“ in Butembo

September 2010
Afrika Theologische Ausbildung

Novizinnen im Garten des Noviziates der "Petites Soeurs de la Presentation" in Butembo.

1948 erfüllte sich der erste Bischof von Butembo-Beni, Henri Pierard, einen Traum: Er gründete eine lokale Gemeinschaft von Schwestern, die bereit sein würden, Gott und den Menschen uneingeschränkt zu dienen. Heute gehören 284 Schwestern, 24 Novizinnen und sechs Postulantinnen der Kongregation der „Petites Soeurs de la Presentation“ (der„Kleinen Schwestern von der Darstellung Mariens im Tempel“) an. Weitere junge Mädchen möchten sich der Kongregation anschließen. Die Schwestern gehen dorthin, wo sie gebraucht werden. Sie pflegen Kranke, kümmern sich um Witwen und Waisen, unterrichten Kinder, aber auch Erwachsene, die nicht lesen und schreiben können, sorgen für alte Menschen und trösten die Trauernden und Traumatisierten. Davon gibt es viele im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Denn seit 1998 wurden hier in dem blutigen Konflikt, der als „Afrikanischer Weltkrieg“ in die Geschichte eingegangen ist und bei dem es sich um den schlimmsten Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg handelt, mehr als 5 Millionen Menschen getötet. Und auch heute leiden die Menschen noch immer, da der Waffenstillstand, der 2008 beschlossen wurde, sehr brüchig ist. Immer wieder eskaliert die Gewalt, und es kommt zu Vertreibungen und Massenvergewaltigungen. Medienberichten zufolge wurden allein zwischen dem 30. Juli und dem 2. August diesen Jahres in 13 ostkongolesischen Dörfern 154 Frauen Opfer systematischer Vergewaltigungen. Ebenfalls Anfang August wurde ein Kloster von Rebellen überfallen und ausgeraubt, einen Monat zuvor kam es zu einem Überfall auf eine Pfarrei. Im Dezember 2009 wurden zwei Ordensfrauen und ein Priester brutal ermordet.
Auch die „Kleinen Schwestern von der Darstellung Mariens im Tempel“ erlebten die Gewalt immer wieder hautnah mit: Einige ihrer Häuser wurden geplündert, die unablässigen Feuergefechte haben viele Schwestern traumatisiert. Obwohl sie selbst leiden, tun sie aber alles, um der Bevölkerung mit all ihrer Kraft und ihren Möglichkeiten zur Seite zu stehen.
Da die Ordensfrauen ihren Dienst jedoch für Gottes Lohn verrichten und von der Regierung kein Gehalt erhalten, selbst wenn sie als Lehrerinnen oder Krankenschwestern tätig sind, muss ein Drittel der Ordensfrauen Felder beackern, um den Lebensunterhalt der Kongregation zu erwirtschaften. Das, was sie anbauen, reicht gerade zum Überleben. Nun ist es jedoch wichtig, dass die jungen Novizinnen eine gute Ausbildung erhalten, damit sie selbst in ihrer Berufung gefestigt werden und damit auch anderen Menschen besser helfen können.
Da der Orden die Ausbildung nicht selbst finanzieren kann, bitten die Schwestern uns um Hilfe. Schwester Marie Françoise Katungu, die Generaloberin, schreibt uns:
"Wir sind im Herzen sehr mit all unseren Wohltätern und mit dem Werk „Kirche in Not“ verbunden, das sich stark für die Ausbildung des Ordensnachwuchses einsetzt, damit die Kirche auf einem festen Fundament steht. Danke, dass Sie unsere Wohltäter dafür sensibilisieren und sie unsere Wirklichkeit verstehen lassen."
Wir haben 4.000 Euro zugesagt.
Spendennummer: 115-03-79

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