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Unterstützung für das Kleinseminar der Diözese Rumbek

September 2010
Afrika Theologische Ausbildung

Heilige Messe im Kleinseminar in Mapourdit (Diözese Rumbek).

22 Jahre lang herrschte ein blutiger Bürgerkrieg zwischen dem arabisch und islamisch geprägten Norden und dem Süden des Sudan, wo die meisten Menschen Schwarzafrikaner sind und dem Christentum oder traditionellen Naturreligionen angehören. Der Konflikt hat mehr als 2,5 Millionen Menschenleben gekostet. Vier Millionen Flüchtlinge im eigenen Land und fünf Millionen in den benachbarten Ländern – das ist die traurige Bilanz dieses Krieges. Die Litanei der Leiden, die das sudanesische Volk ertragen musste, ist schier endlos: Einschränkung der Religionsfreiheit, Sklaverei, Folterungen, Vergewaltigungen, Exekutionen, Bombardements, Hunger... Im Januar 2005 wurde endlich ein offizielles Friedensabkommen unterzeichnet, aber bis heute flammen immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen auf, und die Bevölkerung leidet große Not. Der südliche Teil des Sudan ist seit 2005 eine autonome Republik. 2011 soll in einem Referendum über die endgültige Unabhängigkeit des Südsudan entschieden werden.
Auch das Kleinseminar der Diözese Rumbek blieb von dem Bürgerkrieg nicht verschont. Seine Gebäude wurden zerstört, und die Seminaristen flohen nach Kitale in Kenia, wo der Seminarbetrieb provisorisch weitergeführt wurde. Erst 2007 konnte das Seminar in die Diözese Rumbek zurückkehren. Es musste bei Null beginnen. In Mapourdit, einem Dorf mit mehreren Tausend Einwohnern rund 80 Kilometer von Rumbek entfernt fand man einen geeigneten Ort, um das Seminar wieder aufzubauen, das heute 62 Seminaristen hat. Der Pastoralkoordinator der Diözese Rumbek, Pater Marcellus Nkafu, erinnert sich: „Als wir damit begannen, die Strukturen von Kitale in Kenia nach Mapourdit im Sudan zurückzuverlegen, schien es ein sehr langer Weg zu sein. Aber Jahr für Jahr sind wir von Gottes Liebe begleitet worden.“ Anfangs gab es nur einige Lehmhütten, in denen die Seminaristen und die Lehrkräfte unterkamen, aber mit der großzügigen Hilfe unserer Wohltäter konnte „Kirche in Not“ damals den Wiederaufbau des Seminars mit 164.000 Euro unterstützen, so dass solide Gebäude entstehen konnten. Später haben wir auch beim Bau eines Zaunes geholfen, da immer wieder Ziegen in das Gelände eindrangen und die Ernte abfraßen. Denn die Seminaristen bauen im Garten Gemüse an, um die Kosten für Lebensmittel zu senken, aber ihre Arbeit wurde immer wieder zunichte gemacht. Auch die Schweinezucht des Seminars muss vor Dieben geschützt werden.
Obwohl die Seminaristen mit anpacken und nicht nur im Garten arbeiten, sondern an den Wochenenden sogar selbst kochen, sind die Kosten, die das Seminar zu tragen hat, zu hoch, als dass es sie aus eigener Kraft decken könnte. Vor allem die ständig steigenden Lebensmittelpreise machen dem Seminar zu schaffen. Bereits in der Vergangenheit hat „Kirche in Not“ dem Seminar dabei geholfen, Grundnahrungsmittel wie Reis, Bohnen, Mehl, Linsen und Öl zu beschaffen. Aber auch die Gehälter für das Personal, Reparaturkosten, Kosten für medizinische Behandlung etc. müssen aufgebracht werden. Das Seminar versucht, zu sparen, wo es nur geht, und so sind die Lebensumstände mehr als bescheiden. Nur für die Ausbildung der Seminaristen ist das Beste gerade gut genug, denn Pater Marcellus schreibt uns: „Unser Wunsch ist es, in unseren Seminaristen ein festes Fundament anzulegen, das sie dazu befähigt, den Herausforderungen zu begegnen, mit denen die Hirten des Volkes Gottes im Sudan unablässig konfrontiert sind“ Denn die Menschen im Sudan brauchen nach der langen Zeit des Chaos und der Gewalt Priester, die ihnen dabei helfen, wieder Hoffnung zu schöpfen und mit der Hilfe Gottes eine neue, friedliche Gesellschaft aufzubauen. Daher bittet uns Pater Marcellus darum, dass wir dem Seminar dabei helfen, die notwendigsten Kosten zu decken, die für das nackte Überleben notwendig sind. Er schreibt uns:
"Wir beten darum, dass der Herr diese Jungen segnen, ihre Ausdauer stärken und ihre Absicht, Priester für den Sudan zu werden, reinigen möge. Bitte seien Sie unserer unablässigen und innigen Gebete für unsere unschätzbar wertvollen Wohltäter versichert. Möge der Herr es Ihnen reich vergelten!" Wir haben ihm 15.600 Euro versprochen.
Spendennummer: 150-02-39

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