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Eine Kapelle für einen "Bauernhof der Hoffnung" für Drogenabhängige

September 2010
Amerika Bauhilfe

Gruppenarbeit im Freien.

Pablo ist ein in Kuba ausgebildeter atheistischer Psychologe. Mit der Kirche hatte er nie etwas zu tun gehabt, aber er war neugierig, sich das Leben auf einem „Bauernhof der Hoffnung“, wo junge Drogenabhängige durch Gebet und Arbeit zu einem Leben in Würde zurückfinden, einmal anzuschauen. Anfangs war er skeptisch, aber was er sah, beeindruckte ihn. So ganz verstand er zwar nicht, was die Jugendlichen meinten, als sie sagten: "Jesus ist in unserer Mitte", aber irgendwie spürte er, dass hier etwas Besonderes geschah.
Und in der Tat: Die „Bauernhöfe der Hoffnung“ sind ein Erfolg. Dass Drogenabhängige ohne Ersatzdrogen und Medikamente geheilt werden können, klingt wie ein Traum. Der in Brasilien tätige deutsche Franziskanerpater Hans Stapel zeigt jedoch seit 27 Jahren, dass der Schritt in ein gelungenes Leben möglich ist. 85 Prozent der Drogenabhängigen, die auf einer der mittlerweile an mehr als 60 Orten in vielen Ländern der Welt bestehenden „Fazendas da Esperanca“ ein neues Leben beginnen, bleiben geheilt und kehren nicht wieder in den Teufelskreis aus Sucht, Kriminalität und Prostitution zurück. Von dieser Quote sind herkömmliche Therapien leider zumeist weit entfernt.
Im Jahr 2008 entstand der erste „Bauernhof der Hoffnung“ in Uruguay. Pater Gabriel Tojo Klappenbach, der die Einrichtung leitet, berichtet uns, dass in dem zweitkleinsten Land Lateinamerikas die Drogensucht nicht als Krankheit anerkannt ist und daher nicht im Rahmen der kostenlosen Gesundheitsfürsorge abgedeckt wird. Bislang waren seriöse Therapien im Lande nicht unter 700 Dollar im Monat verfügbar, während das Durchschnittseinkommen eines Stadtbewohners bei 300 Dollar liegt. Für die meisten Betroffenen ist eine Behandlung damit unerschwinglich. Da auf dem „Bauernhof der Hoffnung“ jedoch alle gemeinsam dazu beitragen, einen großen Teil des Lebensunterhaltes zu erwirtschaften, indem sie Möbel und andere Gebrauchsgegenstände herstellen, Gemüse und Obst im Garten anbauen, Vieh züchten und so weiter, ist der Unterhalt für die jungen Bewohner kostenlos. Die Arbeit dient jedoch nicht nur als Einnahmequelle, sondern ist ein wichtiger Pfeiler des Heilungsprozesses. Auf diese Weise können die Jugendlichen nämlich lernen, Verantwortung zu übernehmen, ein geregeltes Leben zu führen und etwas Wertvolles für die Gemeinschaft zu leisten. Dadurch spüren sie, dass ihr Leben sinnvoll ist.
Trotz aller Bemühungen versteht es sich jedoch von selbst, dass die erwirtschafteten Einnahmen zu gering sind, als dass damit alles aufgebaut werden könnte, was für das Leben auf dem neugegründeten „Bauernhof der Hoffnung“ notwendig ist. Das größte Problem ist, dass es noch keine Kapelle gibt, obwohl das Gebet und die seelsorgliche Betreuung einen wesentlichen Beitrag zur Heilung leisten. Bislang dient der Aufenthaltsraum, in dem die Jugendlichen auch essen, fernsehen, spielen oder zu Gesprächen zusammenkommen, als provisorischer Ort für die Heilige Messe. Aber da das Gebetsleben eine entscheidende Rolle im Heilungsprozess spielt, muss es einen Ort geben, an dem die jungen Leute sich zum Gebet zurückziehen können, wenn sie das Bedürfnis haben, nahe bei Jesus Christus zu sein, der ihnen Kraft für ihren schweren Weg aus der Sucht schenkt. Es versteht sich von selbst, dass ein Raum, in dem andere gerade fernsehen oder sich unterhalten, dazu nicht geeignet ist. Auch die Heilige Messe muss an einem würdigen Ort gefeiert werden. Denn unwürdige Lebensumstände haben die Bewohner, die sich dazu entschlossen haben, ein Leben in Würde als Kinder Gottes zu führen, allzu oft erfahren.
Pater Gabriel schreibt uns: „Die Kapelle wird nicht nur einfach ein weiteres Gebäude sein, sondern es ist ein sichtbarer Ort der Begegnung und das ‚Zelt’ in der Wüste der von der Geißel der Drogensucht niedergedrückten Herzen“.
Wir wollen mit 50.000 Euro helfen, damit die jungen Menschen, die in ihrem Leben bereits die Hölle erlebt haben, einen Ort haben, an dem sie den Himmel erfahren können.
Spendennummer: 238-00-19

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