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Ausbildungsbeihilfe für die Herz-Jesu-Missionare

Dezember 2010
Afrika Theologische Ausbildung
Fast 2000 Herz-Jesu-Missionare sind heute in mehr als fünfzig Ländern der Erde im Einsatz, um überall dort, wo Menschen in seelischer, geistiger und materieller Not sind, Hilfe zu leisten. Die Ordensgemeinschaft ist für alle Gebiete und alle Nöte offen – sei es im Dschungel einer europäischen Großstadt oder bei den Aborigines in Australien. Bei ihrer Gründung im Jahr 1854 durch den französischen Priester Jules Chevalier stand noch Europa im Mittelpunkt des Dienstes der Ordensmänner, aber die Herz-Jesu-Missionare gingen im Laufe der Zeit in alle Welt. Dabei waren sie einer der ersten Orden, die auch einheimische Berufungen aus den Missionsländern aufgenommen haben.
In den französischsprachigen Ländern Afrikas sind heute 60 afrikanische und nur noch 2 europäische Herz-Jesu-Missionare tätig. In Kamerun, Senegal und in der Demokratischen Republik Kongo bildet der Orden junge Afrikaner aus, die ihr Leben Gott und dem Dienst an den Armen weihen wollen. Zur Zeit sind es 35 Studenten, die in Yaoundé (Kamerun), Dakar (Senegal) und Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) studieren. Zu ihrer Ausbildung gehört auch ein praktisches pastorales Jahr, das sie in einer Pfarrei verbringen – oft weit entfernt von ihrer Ausbildungsstätte. Dies dient dazu, dass die jungen Männer auch in der Praxis ihre Berufung reifen lassen können und die Gelegenheit haben, schon zu erfahren, was sie später erwarten wird. Mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen kehren sie zurück zu ihrem Studium.

Bruder Charles erzählt beispielsweise von einer Begegnung aus seinem pastoralen Jahr, die ihn tief beeindruckt hat: „Einer der Vikare, ein alter Priester, war im Krankenhaus. Jeden Tag haben wir ihn besucht. Ich habe in ihm einen Priester, der sehr mit der Eucharistie verbunden ist, gesehen. Jedes Mal, wenn er uns sah, sprach er nicht von seinen körperlichen Leiden, sondern er klagte darüber, nicht die Eucharistie feiern zu können“.

Bruder Vital schreibt: „Am meisten hat mich die Entdeckung der Kultur und der lokalen Traditionen, die sehr reich sind, beeindruckt, aber auch die Großzügigkeit der Christen, die ihre Priester einladen, und die Großherzigkeit und Einfachheit des Pfarrers, der sich vollkommen seiner Aufgabe widmet.“ Ein anderer junger Bruder beschreibt, wie er einem fünfjährigen Kind Blut gespendet hat und dieses daraufhin wieder gesund wurde, wieder ein anderer berichtet über die Arbeit mit der Jugend und seine Besuche bei den Familien seiner Mitbrüder. Aber natürlich ist der missionarische Dienst auch schwer: In manchen Gebieten sind die jungen Ordensmänner extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt, dazu kommen kulturelle Unterschiede und viele verschiedene Stammessprachen, die sie nicht verstehen, bisweilen sorgt auch eine ungewohnte und dadurch unverträgliche Ernährung für Anpassungsschwierigkeiten. Einer von ihnen schreibt: „Ohne das Gebet kann man all den Schwierigkeiten und Schocks nicht standhalten“. Aber das Vorbild guter Priester, die Freude und Herzlichkeit der Gläubigen, ihr Glaube und vor allem das Gebet und die Eucharistie helfen ihnen dabei, in ihrer Berufung zu wachsen.

Nun versucht der Orden alles, um die Ausbildung der jungen Herz-Jesu-Missionare aus eigener Kraft zu finanzieren. In Yaoundé in Kamerun züchten sie Vieh und bauen Obst und Gemüse an, und auch in Kinshasa pflegen die Ordensbrüder zumindest einen Gemüsegarten, aber in Dakar gibt es weder Platz, um etwas anzubauen, noch für Tiere, so dass die Studenten nicht zu ihrem Lebensunterhalt beitragen können. Aber auch ein Gemüsegarten und eine Viehzucht decken nur einen Teil der Lebenshaltungskosten, nicht aber die Ausbildungskosten. Daher haben wir den Herz-Jesu-Missionaren einen Beitrag von 7.000 Euro versprochen, damit die jungen Männer ihrer Berufung weiter folgen können.
Spendennummer: 199-04-79

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