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Ausbildungshilfe für 16 Novizinnen in Südvietnam

Dezember 2010
Asien Theologische Ausbildung
Am 22. Oktober diesen Jahres wurde der Seligsprechungsprozess für Kardinal Francois-Xavier Nguyen Van Thuan eröffnet. 1975, wenige Monate vor der kommunistischen Machtübernahme im Süden Vietnams, wurde er von Papst Paul VI. zum Erzbischof-Koadjutor für Saigon ernannt. Wenig später, am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, wurde er von den neuen Machthabern wegen einer angeblichen "Verschwörung zwischen dem Vatikan und den Imperialisten" verhaftet. In den folgenden 13 Jahren durchlitt er verschiedene Formen von Gefangenschaft, davon neun Jahre in strenger Einzelhaft, und ertrug unvorstellbare Qualen. In heroischer Weise blieb er dabei Christus und der Kirche treu. Trotz der strikten Isolation gelang es ihm, aus dem Gefängnis Nachrichten zu senden, die er auf Papierfetzen schrieb. Die Gläubigen schrieben diese Botschaften mit der Hand ab und verbreiteten sie weiter. Das Leben des späteren Kurienkardinals Van Thuan, der nach seiner Entlassung von den Behörden gezwungen wurde, ins Exil zu gehen, und seine Bücher sind bis heute ein strahlendes Glaubenszeugnis, das die Katholiken in Vietnam, aber auch zahlreiche Gläubige in aller Welt, berührt, inspiriert und stärkt.
Die katholische Kirche in Vietnam ist reich an Glauben – und an Berufungen. Dies verdankt sie sicherlich den großen Glaubenszeugen, die dieses Land im Laufe seiner Geschichte hervorgebracht hat. Achtzig Prozent der Katholiken gehen jeden Sonntag zur Kirche. Viele junge Menschen wollen Priester oder Ordensfrau werden.

Für das Leben des großen Glaubenszeugen Kardinal Van Thuan waren die Gottesmutter Maria und die heilige Therese von Lisieux besonders wichtig. Auch das Vorbild seiner eigenen sehr frommen Mutter hat ihm auf seinem Weg geholfen. Gemeinsam ist diesen seinen drei Vorbildern und Begleiterinnen auf seinem priesterlichen Weg, dass sie Frauen waren und dass sie in ihrem einfachen, verborgenen irdischen Leben Christus nachgefolgt sind.

Zu den Frauen, die Christus in Einfachheit und Liebe nachfolgen, gehören in besonderer Weise die Ordensfrauen, von denen es viele in Vietnam gibt. Zahlreiche junge Mädchen wollen ihr Leben auch heute noch Gott weihen. So hat beispielsweise eine Ordensgemeinschaft in Südvietnam zur Zeit 16 Novizinnen und 19 Postulantinnen – eine Zahl, von dem die meisten Ordensgemeinschaften in der westlichen Welt nicht einmal zu träumen wagen.

Das Noviziat dauert drei Jahre. Die Novizinnen werden in verschiedenen wichtigen Fächern unterrichtet: Bibelkunde, Katechese, Liturgiewissenschaft, Mariologie, Ethik, Psychologie, Musik, Geschichte und das geistliche Leben stehen auf dem Programm. Während des Noviziats verbringen die jungen Frauen aber auch neun Monate in kleinen Schwesterngemeinschaften in Pfarreien, wo sie sowohl pastorale als auch soziale Arbeit leisten, um ihre Berufung auch im praktischen Dienst an den Menschen zu erproben.

In einem Land, in dem Bildung für Frauen oft an zweiter Stelle steht, ist es wichtig, dass auch die Ordensfrauen eine gute Ausbildung erhalten, damit sie ihre Berufung in der Kirche so leben können, dass sie den Menschen, zu denen sie gesandt sind, wirklich helfen und Antworten auf ihre Fragen geben können. Und sicherlich können sie dabei auch ein Vorbild für viele andere junge Mädchen sein.

Aber da die Kongregation nicht über genügend eigene Mittel verfügt, haben die Schwestern uns um Hilfe für die Ausbildung der jungen Berufungen gebeten. Wir haben ihnen 2.500 Euro versprochen.
Spendennummer: 334-03-79

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