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Ausbildung von Katechisten, die den Ordensschwestern von „Jesus Wort und Opfer“ helfen sollen

Dezember 2010
Amerika Theologische Ausbildung
Sie gehen dorthin, wohin nur selten ein Priester kommt. In den entlegendsten, ärmsten und schwierigsten Gebiete teilen die Ordensfrauen in den blauen Gewändern die Armut und Verlassenheit der Menschen und schenken ihnen Hoffnung. Bereits 500 Schwestern von „Jesus Wort und Opfer“ (Jesus Verbo y Victima), einer 1961 in Peru gegründeten Ordensgemeinschaft, die bereits in fünf Ländern Lateinamerikas tätig ist, sind für Menschen, die nicht nur unter schwierigsten Bedingungen leben, sondern oft auch auf den Trost der Kirche verzichten müssen, zu sichtbaren Engeln geworden. Über holprige Straßen legen sie schier endlos erscheinende Wege mit dem Fahrrad, auf dem Rücken eines Esels oder Pferdes oder mit primitiven Karren zurück oder gehen stundenlang zu Fuß. In einigen Gebieten kommen sie sogar nur mit dem Boot voran. Sie bringen den Menschen nicht nur Hilfe in den konkreten Sorgen und Nöten ihres Alltags, sondern sie beten mit ihnen, trösten Kranke und Sterbende auf ihrem letzten Weg, dürfen ihnen die Heilige Kommunion reichen, taufen Kinder, leiten Begräbnisse und Wortgottesdienste und erteilen katechetischen Unterricht. Ihr unermüdlicher Dienst unter schwierigsten Bedingungen speist sich aus ihrem kontemplativen Gebetsleben. Sie strahlen große Freude und tiefes Glück aus, obwohl sie die Armut der Ärmsten teilen und ihre Not mittragen. Ihr Leben opfern sie auf für Priesterberufungen und für die Gläubigen, die der Gegenwart eines Priesters entbehren müssen.
Seit Oktober 2009 sind sechs Schwestern von „Jesus Wort und Opfer“ in der Diözese Chiclayo im Nordwesten Perus tätig. Sie haben sich auf 2800 Metern Höhe in den Anden in Uyurpampa niedergelassen. Sie betreuen fast 15.000 Menschen in 72 Dörfern, die bis zu 4.800 Meter hoch im Gebirge gelegen sind. Die Menschen sind sehr arm, haben aber zumeist viele Kinder, die sie ernähren müssen. Sie bebauen mit primitiven, altertümlichen Werkzeugen ein Stückchen Land und halten ein bisschen Vieh. Wenn jemand zwanzig Tiere hat, so ist das in dieser Region schon sehr viel.

Die Schwestern tun sehr viel für die Menschen, aber es versteht sich von selbst, dass sechs Schwestern nicht gleichzeitig in 72 Orten wirken können. Daher ist es wichtig, aus den Dörfern stammende Katecheten auszubilden, die immer bei den Menschen sind, auch wenn die Schwestern an einem Ort gerade nicht sein können.

Die Ausbildung findet in Uyurmpampa statt, wo die Schwestern leben und der Sitz der Pfarrei ist, und dauert drei Wochen. Die meisten zukünftigen Katecheten müssen weite Wege zurücklegen, um an den Ort ihrer Ausbildung zu gelangen, aber sie sind sehr motiviert, den Schwestern bei ihrer schweren Arbeit zu helfen und den Menschen in ihren Dörfern zu dienen.

Die Oberin, Mutter Maria Priscilla, hat uns um Hilfe für das Unterrichtsmaterial gebeten. Gebraucht werden Bibeln, Katechismen, Gebetbücher und andere Lehrbücher, damit die Katecheten sich gründlich auf ihren Dienst vorbereiten und ihn in Treue zum Evangelium und zur Lehre der Kirche ausüben können. Wir haben 1.800 Euro versprochen.
Spendennummer: 234-07-49

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