Jetzt spenden!

Ausbildungsbeihilfe für die 49 Seminaristen des Priesterseminars „San Lorenzo“ in Santa Cruz

Dezember 2010
Amerika Theologische Ausbildung
Bolivien gilt als ärmstes Land Lateinamerikas. Zwei Drittel der knapp 11 Millionen Einwohner zählenden überwiegend indigenen Bevölkerung leben in Armut, 40 Prozent sogar in extremer Armut. Aber nicht nur dies ist ein Problem, sondern ähnlich wie in Venezuela hat sich die Lage der Religions- und Meinungsfreiheit auch in Bolivien im Laufe der letzten Jahre zunehmend verschlechtert. Die Diktion und die Absichten führender Politiker sind von Feindseligkeit gegenüber der Kirche geprägt. So warf Präsident Evo Morales auf dem Welt-Sozialforum in Brasilien im Januar 2009 der Kirche vor, ein "Feind des Friedens" in Bolivien zu sein. Morales forderte damals für sein Land "einen anderen Glauben, eine andere Religion und eine andere Kirche" und sagte klipp und klar, dass die katholische Kirche sein größter Gegner bei der Reform des Landes sei. Dabei rief er aus: "Wir müssen sie auswechseln!"
Umso wichtiger ist es, dass gute Priester ausgebildet werden, die den Mut haben, auch in schweren Zeiten treu zu Christus und zur Kirche zu stehen.

Am Priesterseminar San Lorenzo in Santa Cruz werden zu Zeit 49 junge Männer ausgebildet, die sich auf den Dienst am Altar vorbereiten. Die meisten von ihnen stammen aus einfachen, armen Familien vom Land, die sehr weit von der Stadt entfernt leben.

Ein ehemaliger Absolvent des Seminars San Lorenzo, der bereits zum Priester geweiht wurde, ist Mario Laverán Poiquí. Er gehört heute zu den Geistlichen, die an dem Seminar für die Ausbildung und Entwicklung der jungen Männer, die sich zum Priestertum berufen fühlen, verantwortlich sind. Seine Ausbildung verdankt er der Hilfe von „Kirche in Not“. In einem Brief dankt er allen Wohltätern, die ihm und seinen Mitbrüdern dabei geholfen haben, dass sie ihren Weg zum Priestertum fortsetzen konnten: „Seit meinem Eintritt in das Seminar am 17. Februar 2000 habe ich gehört, dass es immer solidarische Menschen gegeben hat, die unsere Ausbildung finanziell unterstützt haben, damit wir anschließend der Bevölkerung, die uns braucht, dienen können.(...) Es war ein langer Weg, den ich zurückgelegt habe, aber mit der Hilfe vieler Menschen konnte ich ihn weitergehen. Daher möchte ich Ihnen jetzt besonders dafür danken, was Sie für uns und für mich im Besonderen getan haben. Danke für dieses Geschenk und möge es der Gott des Lebens Ihnen vergelten. Heute arbeite ich trotz meiner menschlichen Beschränktheit als Ausbilder an demselben Seminar und tue es mit großer Liebe im Gedanken an das Wachstum unseres Klerus in Bolivien. Mehr will ich nicht sagen, als dass ich Ihnen all das Beste der Welt wünsche, und obgleich die Entfernung uns trennt, sind wir stets eins im Gebet: Noch einmal danke ich für alles, was Sie für mich getan haben, und bete darum, dass der Herr Sie segne, die Heilige Jungfrau Sie begleite.“

Auch in diesem Jahr möchten wir wieder 49 jungen Männern dabei helfen, ihren Weg zum Priestertum fortzusetzen. 6.000 Euro haben wir versprochen – knapp 123 Euro für einen Seminaristen, damit er ein ganzes Jahr studieren kann. Wer hilft mit?
Spendennummer: 211-02-79

BATNAYA: Das letzte Dorf in der Ninive-Ebene erhebt sich aus der Asche der islamistischen Zerstörung.

Die Stadt Batnaya befindet sich im Nordirak, etwa 24 km von Mosul entfernt. Vor der Ankunft des ISIS lebten dort 950 Familien, die allesamt chaldäisch-katholisch waren. Durch das Dorf verlief die Frontlinie zwischen ISIS und Peschmerga. Es war zweifellos einer der Orte, der am stärksten von den Kämpfen, von der Invasion islamischer Terroristen und den Bombenangriffen der Truppen der...

» weiterlesen

Mosambik: Es droht eine Hungersnot

Die Angriffe im Norden Mosambiks haben bereits mehr als 500 Tote und Tausende von Vertriebenen verursacht, so Bischof Luiz Fernando Lisboa von Pemba in einem Exklusivinterview mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT. Die Welle der Gewalt, die seit Oktober 2017 den Norden Mosambiks erschüttert, wird offensichtlich nicht so bald enden. 

» weiterlesen