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Bau eines Konventes für die „Schwestern von Nazareth“ in Gohpur

Jänner 2011
Asien Bauhilfe
Der nordindische Bundesstaat Assam ist das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Rund 20 Prozent der gesamten Tee-Ernte der Welt stammt von dort. Die meisten Menschen, die auf den Teeplantagen arbeiten, stammen aus sehr armen Dörfern, in denen kaum jemand lesen und schreiben kann und in denen es keine Gesundheitsfürsorge und keine Schulen gäbe, wenn sich nicht die katholische Kirche für die Bevölkerung einsetzen würde. Viele Einwohner gehören den Adivasi, den indischen Ureinwohnern, an, die von den Briten zur Zeit der Kolonisation mit falschen Versprechungen in den Norden Indiens geholt wurden, um dort die dichten Wälder zu roden. Schwere Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen, Schlangen, wilde Tiere und Krankheiten wie Malaria erwarteten sie dort. Bis heute sind diese Menschen „gesichts- und namenlos“ und spielen keine Rolle in der Gesellschaft, scheibt uns Michael Akasius Toppo, der Bischof von Tezpur. Die Kirche versucht, ihnen jede nur denkbare Hilfe zu leisten. Und die Frohe Botschaft Jesu Christi fällt auf fruchtbaren Boden. Die Avasi sind sehr religiös und gottesfürchtig und befolgen die christlichen Gebote sehr treu, erklärt er uns. Da sie in weit verstreuten Dörfern leben, kann nicht jeden Sonntag ein Priester zu ihnen kommen, aber in jedem Dorf gibt es einen Katecheten, der sich mit den Gläubigen zum Gebet trifft.
Der Glaube ist in den Menschen jedoch noch nicht sehr tief verwurzelt, da sie wenig Glaubensunterweisung erhalten haben. Besonders wichtig ist daher die Arbeit der „Schwestern von Nazareth“, die jeweils zu zweit in die Dörfer gehen, dort zwei oder drei Wochen bleiben und den Einwohnern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie erteilen Religionsunterricht, helfen zerstrittenen Familien oder Ehepartnern dabei, sich wieder zu versöhnen, lehren die Gläubigen, in den Familien gemeinsam zu beten. Außerdem versorgen sie Kranke medizinisch, bringen den Frauen bei, ihre Kinder gesund zu erhalten und gut zu ernähren und lehren sie Hygiene, da viele Krankheiten auf unsauberes Wasser und eine unhygienische Zubereitung der Nahrung zurückzuführen sind.

Der Bischof möchte nun in dem Dorf Gohpur ein Kloster errichten, denn es ist sehr schwer, die Schwestern, die der Bevölkerung dienen, unterzubringen. So können auch nicht weitere Schwestern aufgenommen werden. Zur Zeit sind die Ordensfrauen nur provisorisch in einer mit Stroh gedeckten Hütte untergebracht. Besonders in der Regenzeit ist dies nicht nur beschwerlich, sondern stellt ein Gesundheitsrisiko dar – vor allem, wenn man bedenkt, welch eine schwere Arbeit sie unter diesen erbärmlichen Bedingungen leisten. Ein bescheidenes, aber geeignetes Haus für die Schwestern ist notwendig, damit die Ordensschwestern ihr Apostolat und ihren Dienst an den Menschen weiter fortsetzen und ausbauen können.

Wir haben ihnen 30.000 Euro versprochen.
Spendennummer: 317-05-19

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