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Druck von 700.000 Exemplaren eines katholischen Kalenders

Jänner 2011
Amerika Medienpastoral
Das Gnadenbild der Heiligen Jungfrau von Cobre, das aus dem Leben der Menschen in Kuba nicht wegzudenken ist, begeht im Jahr 2012 sein vierhundertstes Jubiläum. Katholiken im ganzen Land bereiten sich drei Jahre lang auf diese Feier vor. Die Bischöfe Kubas betonten in ihrer Botschaft zum Beginn dieser Vorbereitungszeit, dass vor der Jungfrau von Cobre alle sozialen, kulturellen, politischen, wirtschaftlichen, ideologischen und ethnischen Unterschiede zwischen den Kubanern verschwinden. Vor ihr, der Muttergottes, sind alle Menschen gleich. Als „Mutter aller Kubaner“ sei sie eine „Fackel der Hoffnung und die Verheißung einer besseren Zukunft“. Es gebe „kein Ereignis und keinen sozialen Prozess, sei er nun erfreulich oder schmerzlich, der nicht auf die eine oder andere Weise in den Votivgaben, den Versprechungen und Erinnerungen der Gläubigen im ganzen Land an die Jungfrau von Cobre gegenwärtig ist“.
Das ca. 30 cm große Gnadenbild wurde im Jahre 1612 von drei Fischern, die alle den Namen Juan trugen und von denen einer ein schwarzer Sklave und die beiden anderen Indios waren, während eines Sturmes in der Bucht von Nipe aus dem Wasser gezogen und nach El Cobre verbracht. Im Jahre 1916 wurde die Jungfrau von Cobre von Papst Benedikt XV. zur Schutzpatronin Kubas ernannt. Papst Johannes Paul II. krönte die Jungfrau von Cobre am 24. Februar 1998 und erklärte sie zur „Mutter der Versöhnung“ für Kuba.

Seit einigen Jahren gibt die Kubanische Bischofskonferenz jedes Jahr einen liturgisch-katechetischen Kalender heraus. Auch 2011 soll wieder ein solcher Kalender in einer Auflage von 700.000 Exemplaren erscheinen und in allen Diözesen des Landes verteilt werden. In der Regel widmet sich der Kalender jedes Jahr einem anderen Thema. Seit 2009 steht jedoch drei Jahre hintereinander die Geschichte der Heiligen Jungfrau von Cobre auf dem Programm, damit sich die Menschen in Kuba intensiv auf das so große und bedeutsame Ereignis der Vierhundertjahrfeier vorbereiten können. Auch Gebete sowie wichtige Botschaften des Papstes und der Bischöfe werden abgedruckt. Es gibt außerdem viele Bilder, und natürlich werden die katholischen Feste und Heiligengedenktage markiert und der Leser durch das Kirchenjahr geführt.

Der Vorteil eines Kalenders besteht darin, dass er auch von Menschen genutzt wird, die sich keine Bücher leisten können oder aufgrund ihres Bildungsstandes her eher wenig lesen. Zudem eignen sich die Heiligenbilder dazu, dass die Menschen sie, wenn der Kalender abgelaufen ist, ausschneiden und sie an die Wand hängen.

Für die Kubanische Bischofskonferenz ist dieser farbige Kalender ein wichtiges Mittel, den Glauben in den Familien lebendig zu erhalten. Durchschnittlich erreicht jeder dieser Kalender in einer Familie fünf Personen, also profitieren davon weit mehr als 3 Millionen Menschen.

„Die Ausstrahlungskraft dieses Kalenders ist unvorstellbar“, schreibt uns Pater Pepe Felix. „Man sieht ihn nicht nur in Kirchen und in Häusern von Christen, sondern sogar in vielen Wohnungen von Menschen, die ansonsten nicht zur Kirche gehen, und überraschender Weise trifft man sogar an öffentlichen Orten wie Kliniken, Krankenstationen, Regierungsbüros an. Einzigartig ist der Fall, dass man ihn am Set einer nationalen Seifenoper im Fernsehen gesehen hat.“

In dem Land, das schon so viele Jahre unter einem kommunistischen Regime zu leiden hat, verfügt die Kirche über wenig Material, das sie den Menschen anbieten kann, um ihren Glauben zu nähren und zu stärken. Ein solcher Kalender ist für unzählige Familien eine wertvolle Hilfe. Wir möchten den Druck auch dieses Mal wieder mit 36.500 Euro unterstützen.
Spendennummer: 216-08-89

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