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Renovierung der Kirche „St. Peter und Paul“ in Targu Neamt

Jänner 2011
Europa Bauhilfe
25. Dezember 1989: Der rumänische Diktator Nicolae Ceausescu wird vor ein Militärgericht gestellt und gemeinsam mit seiner Frau standrechtlich erschossen. Kurz zuvor hatten mehr als tausend Menschen ihr Leben verloren, als sie für Demokratie und Freiheit demonstrierten. Wie im ganzen ehemaligen Ostblock fiel auch hier endlich das kommunistische Regime.
Als Papst Johannes Paul II. zehn Jahre später nach Rumänien reiste, sagte er in seiner Ansprache am Flughafen in Bukarest:
„Euer Vaterland hat in diesem Jahrhundert, das sich seinem Ende zuneigt, die Schrecken harter totalitärer Regierungssysteme erfahren und in seinem Leid das Schicksal vieler anderer Länder Europas geteilt. [...] Gott Dank ist nach dem harten Winter der kommunistischen Herrschaft der Frühling der Hoffnung angebrochen.“ Er erinnerte an die vielen Bischöfe und Priester, Ordensmänner, Ordensfrauen und Laien, die Verfolgung erlitten haben und von denen viele ihren Glauben mit ihrem Blut bezeugen mussten. Zugleich rief er vor allem die Jugend dazu auf, an einer besseren Zukunft mitzuwirken.

In den 21 Jahren, die seit der politischen Wende vergangen sind, ist viel geschehen, und seit 2007 ist Rumänien Mitglied der EU. Auch die christlichen Kirchen sind heute wieder frei, ihren Glauben zu bekennen. Knapp 90 Prozent der Bevölkerung gehört der Rumänisch-Orthodoxen Kirche an, rund 6 Prozent sind katholisch. Die römisch-katholische Kirche unterhält 6 Diözesen in Rumänien.

Ein großes Problem, das sowohl kirchliche als auch für zivile Grundstücke und Gebäude betrifft, besteht noch immer darin, dass sie noch nicht zurückerstattet worden sind die Alte Eliten und die Überreste des kommunistischen Machtapparats haben noch immer Einfluss. Es wird berichtet, dass die „Männer mit den blauen Augen“ (= Securitate-Agenten) wieder unterwegs sind.

Pater Iulian Butnaru, der Pfarrer der Gemeinde „St. Peter und Paul“ in Targu Neamt im Nordosten Rumäniens, hatte ein anderes Problem mit einem Gebäude, das die Kirche geerbt hatte. Jemand hatte der Kirche nämlich lediglich zwei Räume eines stark renovierungsbedürftigen Gebäudes vererbt. Einer der Räume dient den Gläubigen als Kapelle. Das Grundstück, auf dem das Gebäude steht, gehörte jedoch nicht der Kirche, und die anderen Erben wollten der Kirche nicht einmal die beiden Räume hinterlassen, auf die ihr von dem Verstorbenen überlassen worden waren. Nach einem langen Kleinkrieg, den die Verwandten des Verstorbenen gegen die Pfarrei führten und der Pater Iulian fast zur Verzweiflung gebracht hätte, konnte endlich mit der Renovierung begonnen werden. Schließlich gab der Eigentümer P. Iulian auch den Teil des Grundstückes zwischen Haus und Straße. Die Gläubigen gingen bis dahin nämlich immer über seinen Hof zur Kapelle, was ihn störte.

An dem Gebäude, das im Jahr 1860 erbaut wurde, gibt es jedoch noch viel zu tun: Bisher wurden bereits die Fundamente gestärkt, da das Haus in einem ehemaligen Flussbett auf Kies steht. Es wurden außerdem Pfeiler eingezogen und die Wände ebenfalls verstärkt. „Kirche in Not“ hat ihm schon einmal geholfen. Nun soll das Dach repariert und außerdem erhöht werden. Darunter soll noch ein kleiner Raum entstehen. Der Raum, in dem sich die Gläubigen bereits provisorisch zum Gebet versammeln, wird zudem in eine richtige Kapelle umgewandelt. Hier wird nicht nur sonntags die Heilige Messe gefeiert, sondern auch donnerstags – zu Ehren des hier so stark verehrten heiligen Antonius von Padua. Pater Iulian schreibt uns, dass er sich „mit Demut und Vertrauen“ noch einmal an unser Hilfswerk wendet, um die Arbeiten endlich abschließen zu können. Wir haben ihm und seinen Gläubigen 10.000 Euro versprochen.
Spendennummer: 423-01-19

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