Jetzt spenden!

Ein Auto für die Pfarrei St. Franziskus

Februar 2011
Amerika Motorisierung
„Mein Brief ist ein SOS-Ruf“, schreibt uns Pfarrer Ribamar Soares Ferreira. Der Franziskaner betreut eine Pfarrei mit 50.000 Einwohnern in der Diözese Zé Doca im Nordosten Brasiliens, dem Armenhaus des Landes.
Die Pfarrei erstreckt sich über eine Fläche von 8.500 Quadratkilometern im Übergangsgebiet zu Amazonien und besteht aus 120 weit verstreut gelegenen Gemeinden.

Will der Pfarrer in eine dieser Gemeinden gelangen, muss er lange Fahrten über extrem schlechte Straßen zurücklegen. In die meisten Ortschaften kann er nur einmal im Jahr kommen. Die Wege sind nicht nur weit, sondern auch sandig, und in der Regenzeit sind manche Straßen unpassierbar. Nur in der Trockenzeit, die in der Regel von Ende August bis Anfang Dezember dauert, sind sie befahrbar.

Während die viel zu wenigen Priester, die in der Region tätig sind, unter diesen Bedingungen nur unter großer Mühe ihre Gläubigen seelsorglich betreuen können, breiten sich Sekten immer weiter aus, die aufgrund der von ihnen propagierten „Theologie des Wohlstands“ und der hohen Einnahmen aus dem Zehnten ihrer Anhänger oft finanziell gut gestellt sind. Aufgrund des niedrigen Bildungsstandes – rund 60 Prozent der Einwohner können nicht lesen und schreiben – sind viele Menschen sehr empfänglich für die simplen Heilsbotschaften und falschen Versprechungen der Sekten. Hier ist es wichtig, dass die Kirche Präsenz zeigt und die Gläubigen betreuen kann und dass sie den Menschen ein Glaubensfundament mitgibt, das nicht auf Sand gebaut ist und sofort zusammenbricht. Der Analphabetismus erschwert aber auch die Katechese, und so ist viel mehr Zeit, Mühe und Aufmerksamkeit notwendig, um die Gläubigen in der Frohen Botschaft zu unterweisen.

Um seine vielen Aufgaben auch nur halbwegs bewältigen zu können, benötigt Pfarrer Ferreira dringend ein Fahrzeug. Der Fiat Uno, der der Pfarrei seit 2004 zur Verfügung steht, ist den Straßenverhältnissen nicht mehr gewachsen. Er hat bereits 160.000 Kilometer zurückgelegt und verbringt immer mehr Zeit in der Werkstatt. Die Instandsetzungskosten steigen ebenfalls an.

Die Gläubigen leben in bitterer Armut und können die Kirche kaum unterstützen. Sie sind größtenteils Tagelöhner auf den großen Farmen oder kleine Straßenhändler, die Babaçu-Nüsse verkaufen, die sie von den wildwachsenden Palmenhainen in den feuchten Niederungen pflücken. Die Region ist kaum wirtschaftlich nutzbar. Der Regenwald wird zwar von den Farmern stark abgeholzt, aber die entstehenden Flächen sind nicht fruchtbar. Auch vom Fischfang können die Menschen kaum leben, obwohl es mehrere kleine Flüsse gibt.

Pfarrer Ferreira hat sich also mit seinem „SOS-Brief“ an „Kirche in Not“ gewandt, um uns um Hilfe zu bitten. Er braucht nur einen bescheidenen Wagen, mit dem er zu den Gläubigen gelangen kann. Wir haben ihm 7.000 Euro versprochen.
Spendennummer: 212-01-29

Libanesische Bischöfe über die Auswanderung von Christen besorgt

Parallel zu den anhaltenden PROTESTEN GEGEN DIE REGIERUNG verschärft sich im Libanon die Wirtschaftskrise. Die Banken haben Beschränkungen für den Zahlungsverkehr durchgesetzt, die Währung wurde abgewertet, und viele Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Verzweiflung über ihre finanzielle Lage hat mindestens drei Libanesen in den Selbstmord getrieben.

» weiterlesen

Bethlehem-Mission: Eine Familie für Menschen, die selbst keine haben

In der Stadt São Paulo leben mehr als 25.000 Menschen auf der Straße. Sie sind die „Straßenbrüder“ – so nennen sie die Missionare der Bethlehem-Mission, die 2005 von Pater Gianpietro Carraro und Schwester Cacilda da Silva Leste gegründet wurde. Das Charisma der Gemeinschaft besteht darin, das zu leben, was am Heiligabend geschah: „Inmitten der...

» weiterlesen