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Ausbildungshilfe für die St-Josefs-Schwestern

Mai 2011
Asien Theologische Ausbildung
Von solchen Zahlen können viele Klöster in der westlichen Welt nur träumen: 22 Kandidatinnen, 7 Postulantinnen, 8 Novizinnen und 24 junge Schwestern, die bereits ihre zeitlichen Gelübde abgelegt haben, hat die Kongregation der Schwestern des Heiligen Josef von Chambery in Nagpur in Zentralindien. Die Kongregation, die 1646 in Frankreich gegründet wurde, war eine der ersten, deren Schwestern sich nicht in die Klausur zurückzogen, sondern aktiv unter den Ärmsten der Armen wirkten. Während der Französischen Revolution starben viele der Schwestern unter der Guillotine, und die Gemeinschaft wurde nahezu ausgelöscht. Die überlebenden Ordenfrauen erweckten die Kongregation jedoch wieder zu neuem Leben. Seit 1854 sind die St. Josefs-Schwestern auch in Indien vertreten und dienen dort Gott und den Menschen. Sie gehen vor allem in die abgelegenen Dörfer und helfen dort der benachteiligten Bevölkerung.

Die Schwestern von St-Josefs.

Die Mädchen, die sich der Kongregation anschließen, kommen aus verschiedenen teilen Indiens. Sie stammen aus unterschiedlichen Volksstämmen und Kasten. So ist es klar, dass auch ihre Schulbildung und Erziehung unterschiedlich ist und oft nicht ausreicht. So werden in den ersten beiden Jahren nach ihrem Eintritt in das Kloster auch noch einige Lücken in der Schulbildung geschlossen. Fünf Jahre dauert es, bis eine Schwester die zeitlichen Gelübde ablegen kann, noch einmal fünf Jahre, bis sie schließlich die Ewige Profess ablegt. Während dieser ganzen Zeit werden die jungen Frauen geistlich begleitet, im Gebet angeleitet, in für das Ordensleben und ihren Dienst wichtigen Fächern unterrichtet und auch auf die Arbeit mit den Menschen vorbereitet.

Schwester Amrita, die für die Ausbildung der jungen Frauen verantwortlich ist, die ihr Leben ganz Gott weihen wollen, schreibt uns: „Ich habe mehr als zehn Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet. Jede einzelne der Frauen wird auf jeder Stufe ihrer Ausbildung persönlich begleitet, um sie zu ermutigen und in die Lage zu versetzen, eine persönliche Wahl zu treffen. Dies ist eine göttliche Aufgabe, und ich bitte den Herrn jeden Tag darum, mich dabei zu leiten und mich mit solchen Gnaden und Inspirationen auszustatten, um eine Person gemäß ihrer persönlichen Bedürfnisse zu leiten“. Dass sie in diesem kurzen Absatz dreimal das Wort „persönlich“ verwendet, ist sicherlich kein Zufall, denn das ganz eigene Ja einer Person zum Ruf Gottes steht im Mittelpunkt der Ordensberufung. Die Schwester schreibt weiter: „Wir sind glücklich darüber, dass es in Indien Berufungen zum Ordensleben und zum Priestertum gibt. Die jungen Menschen sind bereit, sich durch die Kirche und die Ordensgemeinschaften dem Herrn anheim zu geben. Wir sind Ihnen zutiefst dankbar für Ihre Mitarbeit dabei, die Jugend von heute zu geweihten Frauen von morgen auszubilden.“

Aber die Ausbildung der jungen Berufungen kostet Geld. Lehrmaterialien müssen beschafft und Lehrkräfte bezahlt werden.

„Kirche in Not“ möchte die Ausbildung des Ordensnachwuchses der St. Josefs-Schwestern mit 3.200 Euro unterstützen.
Spendennummer: 317-05-79

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