Jetzt spenden!

Ein Haus für die „Töchter der Weisheit“ in Nomad

Juli 2011
Asien Bauhilfe
Den meisten Menschen fallen zuerst Kopfjäger und Menschenfresser ein, wenn sie an Papua-Neuguinea denken. Spannende Berichte der ersten Missionare, die Anfang des 20. Jahrhunderts in das Land kamen, waren früher eine beliebte Lektüre. Weitaus weniger Menschen wissen, das die 6 Millionen Einwohner mehr als 820 verschiedene Sprachen sprechen. Die Vielfalt der ethnischen Gruppen ist noch größer als die der Sprachen.
Obwohl Papua-Neuguinea geographisch zum australischen Kontinent gezählt wird, ist es eines der ärmsten Länder der Welt. Rund 40 Prozent der Bevölkerung kann nicht lesen und schreiben, und es gibt große soziale Spannungen. 80 Prozent der Bevölkerung lebt in abgelegenen Dörfern, in denen die Einwohner das, was sie zum Überleben brauchen, selbst anbauen und weder Strom noch fließendes Wasser haben.
Ein solches Dorf ist die Ortschaft Nomad in der Diözese Daru-Kiunga im Westen der Insel Papua-Neuguinea. Es ist eine der am wenigsten entwickeltsten Regionen des Landes. Bis in die 1950er Jahre hinein gab es dort noch Kannibalismus. Staatliche Schulen gibt es so gut wie gar nicht, und die meisten Erwachsenen haben keinerlei Schulausbildung genossen. Auch die Gesundheitsfürsorge ist desolat.
2004 wurde in Nomad die St.Paulus- Pfarrei eingerichtet. Die Kirche muss hier nicht nur die seelsorgliche Betreuung übernehmen, sondern auch leisten, was der Staat versäumt. So soll eine Grundschule in die Obhut der Kirche übergehen, und auch den Kranken muss geholfen werden. Schwestern der Ordensgemeinschaft der „Töchter der Weisheit“ sollen hier den Ärmsten der Armen dienen und dem Pfarrer helfen.
Sie werden zugleich Sozialarbeiterinnen, Lehrerinnen, Krankenschwestern, Katechetinnen sein und den Menschen die Frohe Botschaft bringen, ihnen aber auch ganz konkret in den Problemen des Alltags zur Seite stehen.
Eine wichtige Rolle spielen Ordensfrauen in Papua-Neuguinea in der Seelsorge an Frauen und Mädchen, da es nicht gern gesehen wird, wenn diese von Männern betreut werden. Gerade die Frauen bedürfen einer besonderen Förderung, da sie normalerweise keine Chance haben, auch nur eine minimale Ausbildung zu erlangen. Nicht selten werden sie schon im Kindesalter verheiratet. Sie sind ihrem Mann unterworfen, und oft werden sie Opfer häuslicher Gewalt, dabei lastet auf ihnen die ganze Verantwortung für die Erziehung der Kinder und den Lebensunterhalt der Familie. Die Schwestern bringen ihnen bei, dass sie eine von Gott gegebene Würde haben.
Die Schwestern brauchen aber auch ein Dach über dem Kopf. Daher möchten wir ihnen dabei helfen, ein bescheidenes Haus zu bauen, in dem sie wohnen können. 21.900 Euro haben wir ihnen versprochen, damit in Nomad die Liebe nicht obdachlos bleibt.
Spendennummer: 512-05-19

BATNAYA: Das letzte Dorf in der Ninive-Ebene erhebt sich aus der Asche der islamistischen Zerstörung.

Die Stadt Batnaya befindet sich im Nordirak, etwa 24 km von Mosul entfernt. Vor der Ankunft des ISIS lebten dort 950 Familien, die allesamt chaldäisch-katholisch waren. Durch das Dorf verlief die Frontlinie zwischen ISIS und Peschmerga. Es war zweifellos einer der Orte, der am stärksten von den Kämpfen, von der Invasion islamischer Terroristen und den Bombenangriffen der Truppen der...

» weiterlesen

Mosambik: Es droht eine Hungersnot

Die Angriffe im Norden Mosambiks haben bereits mehr als 500 Tote und Tausende von Vertriebenen verursacht, so Bischof Luiz Fernando Lisboa von Pemba in einem Exklusivinterview mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT. Die Welle der Gewalt, die seit Oktober 2017 den Norden Mosambiks erschüttert, wird offensichtlich nicht so bald enden. 

» weiterlesen