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Ausbildungsbeihilfe für 19 Seminaristen aus der Diözese Picos

Juli 2011
Amerika Theologische Ausbildung
Die Diözese Picos liegt im nordostbrasilianischen Bundesstaat Piaui, der zu den ärmsten Regionen des Landes zählt. Regelmäßig wird das Gebiet von langen Trockenperioden heimgesucht. Die Dörfer sind ärmlich und vernachlässigt. Ein Viertel der Bevölkerung kann nicht lesen und schreiben, ein Drittel hat keine Geburtsurkunde. Wer aber über keine Dokumente verfügt, ist quasi rechtlos. Korruption und Vetternwirtschaft treiben die Region in eine noch tiefere Misere, und bei Wahlen werden Stimmen kurzerhand gekauft. Viele Menschen suchen woanders eine bessere Zukunft. Diese Hoffnung erfüllt sich in den meisten Fällen jedoch nicht. Manche stranden in den Slums der Großstädte, andere wiederum verdingen sich als Zuckerrohrschnitter auf den Fazendas im Bundesstaat Goiás, wo sie nahezu als Sklaven gehalten werden. Die Landflucht zerstört dabei viele Familien, denn die Frauen und Kinder bleiben zurück, während die Männer in anderen Regionen Arbeit suchen.
So arm wie die Bevölkerung ist auch die Katholische Kirche. Ihr fehlt es aber nicht nur an Geld, sondern vor allem an Priestern. Denn auf mehr als 277.000 Katholiken kommen nur 23 Priester. Dies bedeutet, dass jeder von ihnen im Durchschnitt mehr als 12.000 Gläubige seelsorglich zu betreuen hat. Erschwerend kommt hinzu, dass die 24.000 Quadratkilometer, über die sich die Diözese erstreckt, nicht sehr dicht besiedelt sind, sondern die Ortschaften weit über das ganze Gebiet verstreut liegen. So müssen die wenigen Priester große Entfernungen zurücklegen. Bereits jetzt nutzen Sekten die Gunst der Stunde, und überall schießen Sektentempel wie Pilze aus dem Boden. Noch sind fast 85 Prozent der Bevölkerung katholisch, aber wo die Kirche nicht durch Priester präsent ist, breiten die Sekten sich aggressiv aus.
Dennoch gibt es erfreuliche Nachrichten: 19 junge Männer aus der Diözese Picos bereiten sich zur Zeit darauf vor, eines Tages als Priester an den Altar des Herrn zu treten. Bischof Plinio José Luz da Silva versucht alles, damit seine Diözese wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen kann, aber es gibt noch so Vieles, wofür er auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen ist. Eines der wichtigsten Anliegen ist dabei die Ausbildung der angehenden Priester, denn angesichts des gravierenden Priestermangels ist es nur eine Frage der Zeit, dass der katholische Glaube immer mehr versiegt. „Kirche in Not“ will mit 6.850 Euro helfen.
Spendennummer: 212-02-79

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